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Björn und Miriam Dehner: Viel von Gott erwarten

Seit 2012 leben Miriam und Björn Dehner in Frankreich. In den letzten beiden Jahren arbeiteten sie in Cherbourg, im Nordwesten der Normandie. Sie setzen sich besonders für Jugendliche ein. Sie zu prägen, ist ihre Leidenschaft. In den nächsten Wochen sind Björn und Miriam in Deutschland und berichten über ihre Arbeit. Danach werden sie in Frankreich eine neue Gemeindegründung beginnen. Wir haben den beiden drei kurze Fragen gestellt.

In Frankreich gilt das Prinzip der Laizität: Religion und Staat sind strikt getrennt. Was bedeutet das für die Missionsarbeit?
Eigentlich ist die Laizität etwas Positives. Denn sie gewährleistet, dass jeder seinen Glauben frei leben kann. Der Staat mischt sich nicht in Religion ein. Allerdings hat dieses Modell dazu geführt, dass Religion weniger präsent ist. Glaube ist in Frankreich sehr privat. Man redet eher darüber, was man verdient, als darüber, woran man glaubt. Die Gefahr ist einfach, dass die Laizität zur Ideologie und damit zu einer areligiösen Haltung wird. Christen fühlen sich als Minderheit. Als Gemeinde hat man den Eindruck, eingeschränkt zu sein, wie man auftritt. Und das, obwohl es viele Rechte gibt, seine Religion auszuüben. Die Evangelische Allianz Frankreichs hat deshalb ein gutes Heft herausgegeben, das aufzeigt, welche Rechte jeder Gläubige im öffentlichen Raum hat, z. B. an der Schule und an der Uni.

Ihr setzt Euch besonders für die Jugendlichen ein. Was ist euer Wunsch für die junge Generation in Frankreich?
Dass zukünftige Leiter heranwachsen! Uns ist es wichtig, dass Mitarbeiter nicht einfach nur Teerkreis machen. Es geht um Motivation und darum, Potenziale zu entdecken und zu fördern, voranzugehen und für Gott etwas zu bewirken. Wir wollen junge Menschen ermutigen, Neues zu wagen, eine Vision zu entwickeln und selbst vorwärts zu gehen. Wenn Menschen zum Glauben kommen, sich dann aber mit ihren Fähigkeiten nicht für andere Menschen und die Gemeinde einsetzen, ist das schade. Mit Jugendlichen ist das ein sehr spannender Weg, denn junge Menschen kann man gut prägen. Sie haben das Leben noch vor sich und haben viele Träume. Mit Menschen, die viel von Gott erwarten, kann man auch viel bewegen!

In den nächsten Wochen seid ihr in Deutschland, um von eurer Arbeit in Frankreich zu berichten. Auf was freut ihr euch in Deutschland am meisten und was werdet ihr an Frankreich vermissen?
(lachen) Das französische Baguette haben wir schon nach einer Woche vermisst. Aber auf Familie und Freunde in Deutschland freuen wir uns natürlich. Grundsätzlich sind wir aber sehr gerne an beiden Orten.

Die den Frieden haben

MITTLERER OSTEN. Von einer unserer Mitarbeiterinnen in der arabischen Welt: „Als ich mich vor ein paar Wochen mit ein paar Mädels in der Stadt traf, wurde ich gefragt, ob ich Christ sei. Meine Gegenfrage war daraufhin, was denn für sie einen Christen ausmacht? Wie aus der Pistole geschossen antwortete eine der Mädchen: ‚Christen, das sind die Menschen, die Frieden haben.’ Diese Antwort, die ich nie von einem muslimischen Mädchen erwartet hätte, brachte mich zugleich auch ins Nachdenken und machte mir erneut bewusst, was für ein Privileg es ist, Frieden mit Gott und im eigenen Leben zu haben.“

(Foto: Shutterstock/Jorge)

Interview Hengerer

Albrecht und Annegret Hengerer: Von Frankreich nach Burundi.

Manchmal kommt es anders als man denkt. Die französische Sprache mochte Albrecht Hengerer nicht und war froh, nach dem Abitur nie mehr Französisch sprechen zu müssen. Zusammen mit seiner Frau Annegret war er dann aber 27 Jahre lang als Missionar in der Normandie in Frankreich im Einsatz. Dort haben die beiden evangelische Gemeinden gegründet und Menschen zu einem Leben mit Jesus Christus eingeladen. Viele Jahre lang waren sie Teamleiter der Liebenzeller Missionare in Frankreich. Vor ihrer ersten Ausreise als Missionare hatten sich Annegret und Albrecht eigentlich gesagt: „Wir werden niemals nach Afrika gehen.“ Anfang Juli reisen sie nach Burundi! Das afrikanische Land wird ihr nächster Einsatzort sein. Grund für uns, ihnen drei kurze Fragen zu stellen.

Was werden eure Aufgaben in Burundi sein?
Seelsorge, Schulung, Administration. Mit welchen Schwerpunkten wird sich noch zeigen. Annegret wird sich in der Frauenarbeit engagieren.

Hat euch die Arbeit in Frankreich für die Arbeit in Afrika vorbereitet?
Die letzten vier Jahre arbeiteten wir in der Gemeindegründung in Alençon. 70 Prozent der Menschen in unserer Gemeinde kamen aus Afrika. Auch im Ältestenskreis waren die meisten Personen Afrikaner. Wir konnten ein Gespür dafür entwickeln, wie Menschen aus Afrika denken, handeln, reden. Das hat uns sehr angesprochen. Im Rückblick sagen wir heute: Das hat Gott sehr gut so gefügt.

Was werdet ihr an Frankreich vermissen und worauf freut ihr euch in Burundi?
An Frankreich werden wir natürlich das Baguette vermissen. Und die Frische der Natur. Auch die Lebensart der Franzosen hat uns schon sehr zugesagt. In Burundi freuen wir uns auf die unwahrscheinliche Herzlichkeit der Menschen, die Schönheit des Landes und die enge Zusammenarbeit im Missionarsteam.

Erfrischte Ehen

MALAWI. In Malawi ist die Gesellschaft stark von Scham geprägt. Über Ehen ganz offen zu sprechen, ist zum Beispiel für die Menschen dort ungewohnt. Hier wollen die Liebenzeller Missionare Tobias und Sarah Müller helfen. Sie planen ein jährliches Eheseminar. Mit dabei ist Pastor Kasengwa. Er spricht über das Thema Ehe ganz offen. Viele Ehen haben schon von seinen Einheiten profitiert. „Wir beten auch in diesem Jahr, dass Gott in Ehen wirkt und dass er uns die Teilnehmer schickt, die offen sind, über ihre Ehen nachzudenken und an ihrer Zweisamkeit arbeiten wollen“, berichten Tobias und Sarah Müller.

Die LM ist schon seit 25 Jahren in Malawi aktiv. Familie Müller setzt sich im Dorfentwicklungsprojekt „Ubwenzi“ ein. Dort gibt es u.a. Ernährungsprogramme, einen Kindergarten und eine Schule.

Michael und Bärbel Pflaum: Authentischer Glaube in Afrika

Michael und Bärbel Pflaum arbeiten seit 1986 in Sambia. Sie waren wesentlich an der Gründung der Amano-Schule beteiligt. Dort bekommen mehr als 130 Kinder eine qualifizierte Schulbildung und die Möglichkeit, Jesus Christus kennenzulernen. Zurzeit sind Michael und Bärbel Pflaum in Deutschland und berichten über ihre Arbeit in Sambia. Wir haben Michael drei kurze Fragen gestellt.

Was ist die größte Herausforderung für die Missionsarbeit in Sambia?
Für meine Arbeit an der Amano-Schule ist das sicherlich das internationale Team. Wir haben 35 Mitarbeiter aus 16 Ländern und fünf verschiedenen Denominationen. Das ist auf der einen Seite bereichernd. Auf der anderen Seite ist meine Erfahrung: Das Zusammenarbeiten mit verschiedenen Kulturen aus der westlichen Welt ist oft herausfordernder als mit Afrikanern. Es gibt einfach sehr unterschiedliche Erwartungen, je nachdem, aus welchem westlichen Kontext man kommt. Und dann ist natürlich die animistische Weltanschauung, also der Geisterglaube, eine extreme Herausforderung in Afrika. Das geht so tief ins Leben hinein, dass es den Alltag vieler Menschen bestimmt.

Was ist die Chance der Amano-Schule?
Durch die Amano-Schule können betroffene Kinder aus dem animistischen Geflecht, aus der Korruption und der Armut herausgenommen werden. In einem neuen Umfeld können sie Jesus Christus kennenlernen und eine hervorragende Ausbildung bekommen. Damit sind sie Hoffnungsträger für eine kommende Generation.

Was ist dein Wunsch für Sambia?
Ich wünsche mir eine neue Generation an Sambiern mit einer super Ausbildung und einem authentischen Glauben. Ein Glaube, der unter der Autorität der Bibel steht und nach Afrika passt, nicht ein von westlicher Kultur überschattetes Christentum. Ich fühle mich zwar als Afrikaner, aber ich bin keiner. Deshalb muss der Glaube zu den Menschen passen.

Mehr Infos zur Amano-Schule finden lesen Sie hier.

Hoffnungsträger und Friedensstifter

BURUNDI. Burundi leidet trotz Friedensschluss mit der letzten Rebellengruppe immer noch stark an den Folgen des Bürgerkriegs. Unter den einzelnen Volksstämmen herrschen Misstrauen und Vorbehalte. Deshalb braucht das Land dringend Menschen, die Christen theologisch ausbilden, damit sie Hoffnungsträger und Friedensstifter sein können. Die Liebenzeller Mission unterstützt die Bibelschule in Muramvya. Neben der Theorie sollen auf der Bibelschule auch praktische Kurse belegt werden können. Konzipiert ist die Bibelschule für Laienmitarbeiter aus dem ländlichen Bereich, da gerade die Gemeinden dort wachsen und der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern groß ist. Die LM arbeitet seit 1992 in Burundi.

Neue Hoffnung auf Bildung

MITTLERER OSTEN. Das „United Nations Development Program“ (UNDP) berichtete darüber, dass mangelhafte Bildung einer der drei Hauptgründe ist, warum die arabische Welt sich kaum weiterentwickelt. Eines von fünf arabisch sprechenden Kindern ist gefährdet, keine Bildung zu erhalten. Die Kriege und Unruhen in der Region erschweren häufig einer ganzen Generation von Kindern die Schulbildung. Das hat jahrzehntelange negative Auswirkungen. Flüchtlingskinder können einfach nicht in eine „geregelte Schule“ gehen. Außerdem ist auch Armut ein Grund dafür, dass die Kinder nicht zur Schule gehen können. Wenn sie sich dann aber doch eine Schulbildung leisten können, sind die Lehrer meist schlecht ausgebildet. Um dem entgegenzuwirken, wird SAT-7 ab diesen Sommer „SAT-7 ACADEMY“ ausstrahlen. Das Ziel dieses Senders soll es sein, für ein lebenslanges Lernen zu begeistern und das, was in der Schule gelehrt wird, zu vervollständigen und zu unterstützen.

Die Forschung in 15 der sogenannten „MENA“ Ländern (Middle East and North Africa Region) zeigt, dass das Fernsehen die am meisten genutzte und vertrauenswürdige Quelle ist. Mehr als 88 Prozent haben Zugang zu einem Fernsehgerät, obwohl viele von ihnen in Flüchtlingscamps wohnen. Dr. Terence Ascott, Geschäftsführer von SAT-7 sprach über den möglichen Einfluss des Fernsehsenders: „Wir sprechen über ein Publikum in Millionenhöhe. Aber wenn wir auch nur die Leben von ein paar Tausend Kindern beeinflussen können, war es das schon wert. Ein Zuschauer kann zu einem wahren Instrument der Gesellschaftsveränderung heranwachsen.“ Eine richtige Bildung beinhaltet für ihn auch die Entwicklung positiver Werte und Haltungen.

SAT-7 ist ein christlicher Fernsehsender, dessen Programme überwiegend im Mittleren Osten, Nordafrika und dem Iran ausgestrahlt werden. Der Sender ist eine Partnerorganisation der Liebenzeller Mission (LM). Die LM unterstützt SAT-7 durch die Entsendung von Paulus und Gabi Hieber. Paulus betreut die Sendeabwicklung im TV-Studio in London. Gabi übernimmt in Mutterschaftsvertretung redaktionelle Aufgaben für die Hilfsaktion Märtyrerkirche.

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Neue Chance auf Glück

JAPAN. Zu Beginn eines neuen Jahres versuchen die Japaner Verschiedenes, um sich ihr Glück für die kommenden Monate zu sichern. Die Japaner stehen Schlange an den Schreinen, um sich ein gutes neues Jahr zu erbeten. Sie wollen die neue Chance auf Glück im Leben, in der Liebe und in der Karriere ergreifen. Dazu werden Neujahrskarten mit integrierten Lottoscheinen, Gebetstäfelchen und allen möglichen Glücksbringern gekauft und aufgehängt. Der Neujahrsschmuck wird in der ganzen Wohnung verteilt.

Ein japanisches Ehepaar betet zu Kami-Sama, zu dem Gott, der Himmel und Erde schuf, um auch von ihm Glück zu erhalten. Michaela Ziegler, die im Schülerheim der Liebenzeller Mission in Yokohama arbeitet, war bei diesem Ehepaar zu Besuch und schreibt: „Ich möchte sie bald zum Gottesdienst einladen, damit sie erfahren können, dass dieser Gott nicht im Himmel geblieben ist, sondern dass er zu uns gekommen ist.“

Seit 1927 ist die Liebenzeller Mission im Ballungszentrum in und um Tokio tätig, um die gute Nachricht von Jesus Christus zu den rund 40 Millionen Menschen im Großraum Tokio zu bringen.

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Großzügig!

SAMBIA. Die Menschen und die Natur in Nabwalya sehnen sich nach der Regenzeit, die vor der Tür steht. Regenzeit heißt aber auch gleichzeitig, dass die Lebensmittelvorräte zu Ende gehen und die Leute in dieser Region in Sambia Hunger leiden müssen. Ein Farmer, den der Liebenzeller Missionar Samuel Meier vor einiger Zeit kennengelernt hat, spendet schon seit Jahren treu Mais für Nabwalya und wird es auch dieses Jahr wieder tun. „Dieses Mal sagte er sogar: ‚Kommt und hol so viel Mais, wie ihr möchtet!’ Für uns ist es ein Wunder und eine Gebetserhörung, dass dieser Mann, der uns kaum kennt und eigentlich nichts mit uns zu tun hat, so großzügig gibt! Das ist echt ein Geschenk!“, sagen Samuel und Anke Meier voller Begeisterung über diesen treuen Helfer. Samuel und Anke Meier lebten mehrere Jahre in der abgelegenen Nabwalya-Region und gründeten dort eine christliche Gemeinde. Mittlerweile ist ein einheimischer Pastor vor Ort. Neben Medizin für die kleine Krankenstation konnte Samuel 33 Säcke Mais mitnehmen.

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Schon 450 Taschen für Malawi

DEUTSCHLAND / MALAWI. Wow, das ist echt genial. Schon 450 Taschen für Malawi sind bei uns angekommen. Teil der Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“ ist dieses Jahr eine Aktion für Kinder, Jungscharen und Familien. Wir sammeln selbst gestaltete Baumwolltaschen und schicken diese nach Malawi. Damit können Kinder in Malawi ihre Hefte und Stifte mit zur Schule nehmen. Die Taschen werden sicher eine ganz tolle Überraschung für die Kinder. Bald geht die erste Ladung nach Malawi. Wenn die Taschen in Malawi angekommen sind, werden wir wieder Bilder veröffentlichen. Ganz herzlichen Dank allen, die schon eine Tasche gestaltet haben oder für die Initiative gespendet haben. Mehr Infos: www.weltweit-hoffnung-schenken.de