Neue Hoffnung auf Bildung

MITTLERER OSTEN. Das „United Nations Development Program“ (UNDP) berichtete darüber, dass mangelhafte Bildung einer der drei Hauptgründe ist, warum die arabische Welt sich kaum weiterentwickelt. Eines von fünf arabisch sprechenden Kindern ist gefährdet, keine Bildung zu erhalten. Die Kriege und Unruhen in der Region erschweren häufig einer ganzen Generation von Kindern die Schulbildung. Das hat jahrzehntelange negative Auswirkungen. Flüchtlingskinder können einfach nicht in eine „geregelte Schule“ gehen. Außerdem ist auch Armut ein Grund dafür, dass die Kinder nicht zur Schule gehen können. Wenn sie sich dann aber doch eine Schulbildung leisten können, sind die Lehrer meist schlecht ausgebildet. Um dem entgegenzuwirken, wird SAT-7 ab diesen Sommer „SAT-7 ACADEMY“ ausstrahlen. Das Ziel dieses Senders soll es sein, für ein lebenslanges Lernen zu begeistern und das, was in der Schule gelehrt wird, zu vervollständigen und zu unterstützen.

Die Forschung in 15 der sogenannten „MENA“ Ländern (Middle East and North Africa Region) zeigt, dass das Fernsehen die am meisten genutzte und vertrauenswürdige Quelle ist. Mehr als 88 Prozent haben Zugang zu einem Fernsehgerät, obwohl viele von ihnen in Flüchtlingscamps wohnen. Dr. Terence Ascott, Geschäftsführer von SAT-7 sprach über den möglichen Einfluss des Fernsehsenders: „Wir sprechen über ein Publikum in Millionenhöhe. Aber wenn wir auch nur die Leben von ein paar Tausend Kindern beeinflussen können, war es das schon wert. Ein Zuschauer kann zu einem wahren Instrument der Gesellschaftsveränderung heranwachsen.“ Eine richtige Bildung beinhaltet für ihn auch die Entwicklung positiver Werte und Haltungen.

SAT-7 ist ein christlicher Fernsehsender, dessen Programme überwiegend im Mittleren Osten, Nordafrika und dem Iran ausgestrahlt werden. Der Sender ist eine Partnerorganisation der Liebenzeller Mission (LM). Die LM unterstützt SAT-7 durch die Entsendung von Paulus und Gabi Hieber. Paulus betreut die Sendeabwicklung im TV-Studio in London. Gabi übernimmt in Mutterschaftsvertretung redaktionelle Aufgaben für die Hilfsaktion Märtyrerkirche.

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Neue Chance auf Glück

JAPAN. Zu Beginn eines neuen Jahres versuchen die Japaner Verschiedenes, um sich ihr Glück für die kommenden Monate zu sichern. Die Japaner stehen Schlange an den Schreinen, um sich ein gutes neues Jahr zu erbeten. Sie wollen die neue Chance auf Glück im Leben, in der Liebe und in der Karriere ergreifen. Dazu werden Neujahrskarten mit integrierten Lottoscheinen, Gebetstäfelchen und allen möglichen Glücksbringern gekauft und aufgehängt. Der Neujahrsschmuck wird in der ganzen Wohnung verteilt.

Ein japanisches Ehepaar betet zu Kami-Sama, zu dem Gott, der Himmel und Erde schuf, um auch von ihm Glück zu erhalten. Michaela Ziegler, die im Schülerheim der Liebenzeller Mission in Yokohama arbeitet, war bei diesem Ehepaar zu Besuch und schreibt: „Ich möchte sie bald zum Gottesdienst einladen, damit sie erfahren können, dass dieser Gott nicht im Himmel geblieben ist, sondern dass er zu uns gekommen ist.“

Seit 1927 ist die Liebenzeller Mission im Ballungszentrum in und um Tokio tätig, um die gute Nachricht von Jesus Christus zu den rund 40 Millionen Menschen im Großraum Tokio zu bringen.

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Großzügig!

SAMBIA. Die Menschen und die Natur in Nabwalya sehnen sich nach der Regenzeit, die vor der Tür steht. Regenzeit heißt aber auch gleichzeitig, dass die Lebensmittelvorräte zu Ende gehen und die Leute in dieser Region in Sambia Hunger leiden müssen. Ein Farmer, den der Liebenzeller Missionar Samuel Meier vor einiger Zeit kennengelernt hat, spendet schon seit Jahren treu Mais für Nabwalya und wird es auch dieses Jahr wieder tun. „Dieses Mal sagte er sogar: ‚Kommt und hol so viel Mais, wie ihr möchtet!’ Für uns ist es ein Wunder und eine Gebetserhörung, dass dieser Mann, der uns kaum kennt und eigentlich nichts mit uns zu tun hat, so großzügig gibt! Das ist echt ein Geschenk!“, sagen Samuel und Anke Meier voller Begeisterung über diesen treuen Helfer. Samuel und Anke Meier lebten mehrere Jahre in der abgelegenen Nabwalya-Region und gründeten dort eine christliche Gemeinde. Mittlerweile ist ein einheimischer Pastor vor Ort. Neben Medizin für die kleine Krankenstation konnte Samuel 33 Säcke Mais mitnehmen.

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Schon 450 Taschen für Malawi

DEUTSCHLAND / MALAWI. Wow, das ist echt genial. Schon 450 Taschen für Malawi sind bei uns angekommen. Teil der Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“ ist dieses Jahr eine Aktion für Kinder, Jungscharen und Familien. Wir sammeln selbst gestaltete Baumwolltaschen und schicken diese nach Malawi. Damit können Kinder in Malawi ihre Hefte und Stifte mit zur Schule nehmen. Die Taschen werden sicher eine ganz tolle Überraschung für die Kinder. Bald geht die erste Ladung nach Malawi. Wenn die Taschen in Malawi angekommen sind, werden wir wieder Bilder veröffentlichen. Ganz herzlichen Dank allen, die schon eine Tasche gestaltet haben oder für die Initiative gespendet haben. Mehr Infos: www.weltweit-hoffnung-schenken.de

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Furcht vor der Freiheit

PAPUA-NEUGUINEA. Mit einer kleinen Gruppe von Strafgefangenen konnte Johannes Wälde, der als Liebenzeller Missionar in Papua-Neuguinea arbeitet, eine Bibelstunde im Gefängnis durchführen. Drei der Teilnehmer suchten danach noch das Gespräch mit ihm, erzählten von ihrer Vergangenheit und schließlich auch von ihren Ängsten vor der Zukunft: „Alle drei werden im nächsten halben Jahr entlassen und wissen nicht genau, wie es weitergehen soll. Sie waren nun jahrelang im Gefängnis und haben etwas Angst vor der Freiheit und dem Zurückkehren in ihr Heimatdorf“, schrieb Johannes Wälde. Trotz aller Ängste sind die Männer gewiss, dass sie nicht alleine zurück in ihre Dörfer gehen müssen: Gott wird ihr Begleiter sein und ihnen in dieser schwierigen Lebenssituation helfen.

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Hungersnot in Malawi

Malawi trug im Jahr 2015 den traurigen Titel „Ärmstes Land der Welt“. Anfang September startete die Liebenzeller Mission zum zehnten Mal ihre Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“. Damit sollen Menschen neue Hoffnung schöpfen, die nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen. Ein Jahr lang ist nun Malawi im Zentrum der Aktion. Die Hilfe hat Malawi bitternötig. Jedes Jahr müssen viele Malawier hungern. In diesem Jahr ist die Lage besonders dramatisch. Wir haben mit Vroni und Johannes Urschitz gesprochen. Die beiden Liebenzeller Missionare arbeiteten rund 20 Jahre in Malawi und haben dort unter anderem das Dorfentwicklungsprojekt „Ubwenzi“ aufgebaut. Ubwenzi bedeutet Freundschaft. Inzwischen sind durch das Projekt unter anderem ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Ernährungsprogramm, eine HIV-/Aidsberatung und mehrere Kinderprogramme entstanden.

Wie kommt es, dass die Hungersnot in Malawi dieses Jahr so besonders dramatisch ist?

Durch schlimme Überschwemmungen letztes Jahr gefolgt von einer Dürre in diesem Jahr gab es in Malawi nun zwei Jahre in Folge Ernteausfall. Trotz aller Bemühungen der vorwiegend von der Landwirtschaft lebenden Bevölkerung, wurde diese Gegend von den globalen Klimaveränderungen schwer getroffen. Diese Situation betrifft nicht nur Malawi, sondern den ganzen südlichen Teil Afrikas. Somit können dieses Jahr auch kaum Lebensmittel aus den Nachbarländern zur Minderung der Notsituation importiert werden.

Die Lage ist momentan schon bedrohlich, aber die Situation wird sich vermutlich im Laufe des Jahres noch zuspitzen, wenn letzte Vorräte aufgebraucht sind. Was bedeutet das für die Menschen in Malawi konkret?

Leider ist die Situation so, dass die vielen auf dem Land lebenden Familien häufig jetzt schon nur eine Malzeit am Tag haben.
Der Maispreis liegt schon jetzt sieben Monate vor der nächsten Ernte bei einem Vielfachen zum normalen Preis und wird in den kommenden Monaten noch weiter steigen. Damit ist das Hauptnahrungsmittel für den Großteil der Bevölkerung unerschwinglich.

Missionsfreunde in Deutschland und Österreich haben bereits rund 30.000 Euro für die Soforthilfe in Malawi gespendet. Was passiert mit dem Geld vor Ort?

Mit den Spendengeldern wurde vor Ort bereits Mais gekauft. Damit soll in den Einzugsgebieten des Ubwenzi-Projektes und dem Chisomo-Ausbildungszentrum geholfen werden. Auch die von der Partnerkirche betroffenen Gemeinden sollen mit den Hilfsmitteln unterstützt werden. Zusätzlich soll in den kommenden Wochen noch Reis, Maismehl und eine Soja-Erdnuss-Maismehl-Mischung für betroffene Kinder und Senioren und für ein Schulspeisungsprogramm besorgt werden.

Gibt es ein konkretes Erlebnis aus der letzten Zeit in Malawi, das euch besonders bewegt hat?

Die akute Notsituation hat uns an die Hungerszeit von 2006 erinnert. Damals konnten wir auch Dank Sonderspenden der Liebenzeller Mission Menschen helfen. Ein Kommentar eines Betroffenen hat uns damals sehr bewegt und motiviert und bis heute. Wir konnten teilweise nur einen Teller Maismehl für mehrere Tage weiter geben, weil wir auf die Menge an Betroffenen nicht vorbereitet waren. Dankbar nahm er diese kleine Menge entgegen und sagte: „Dieses Essen gibt uns die Hoffnung, dass es irgendwie weitergehen wird und wir überleben werden.“ Wir haben erlebt, wie alleine diese Hoffnung den Menschen Kraft gab durchzuhalten.

Ihr habt euch jahrelang aufopferungsvoll aus christlicher Nächstenliebe für Malawi eingesetzt. Was macht das mit euch, wenn ihr seht, wie die Menschen dort nun leiden?

Wir leiden mit und fühlen uns z.T. auch hilflos, weil die mögliche Hilfe oft nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt. Wir merken auch, wie gut es uns hier in Europa geht und wie schwer es vorstellbar ist, dass die Hälfte eines Landes von so einer Katastrophe betroffen sein kann.

Mehr über die Initiative erfahren Sie unter www.weltweit-hoffnung-schenken.de. Dort gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, selbst zu helfen. Vielen Dank für alle Unterstützung!

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Befreit aus dem Schuldenkreislauf

SAMBIA. Geldprobleme sind immer wieder der Auslöser für weitreichende persönliche und familiäre Probleme. Besonders gefährlich ist die Abhängigkeit, in die sich viele Einwohner Sambias durch Verschuldung bringen. Hautnah erlebten die Liebenzeller Missionare Dietmar und Katrin Brunner diesen Teufelskreis mit, als einer ihrer einheimischen Mitarbeiter durch verschiedene kulturelle Verpflichtungen immer mehr in einen finanziellen Engpass getrieben wurde. Das alles belastete die Familie sehr. Auch für die Frau war das Verhalten ihres Mannes eine große Herausforderung. Die Missionare sprachen das Thema des Umgangs mit Geld und Besitz im Frauenkreis an. Den besucht auch die Frau des Mitarbeiters.

Bald konnten die Missionare Früchte ihrer Arbeit sehen und schreiben über die Frau: „Sie kann nähen, hat nun schon einige Aufträge erfüllt und ist motiviert, weiterzumachen. Als Familie haben sie zwei Gärten angelegt. Einer für den Eigenbedarf und der andere, um das Gemüse zu verkaufen. Es sind kleine Schritte, aber Gott hat ihnen die Ideen und Gaben gegeben, um sie einzusetzen.“

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Beeindruckt von der Atmosphäre

JAPAN. Die Freude war groß, als endlich das neue Kirchengebäude fertig renoviert und eingeweiht wurde. Die Missionare Irene und Thomas Beck blicken auf die Kauf- und Renovierungsphase zurück und erkennen in vielen Schritten Gottes Handeln: „Es ist einfach erstaunlich, wie Gott gewirkt hat und wir nun in zentraler Lage und gut sichtbar von Bahn und Bus, zudem mit mehreren Parkplätzen ein einladendes Gemeindehaus mitten in Tokaichiba bekommen haben.“ Das neue Gebäude zieht auch neue Leute an: Ein Mann aus der Nachbarschaft war schon länger beeindruckt von der Atmosphäre der Gemeinde, die er immer wahrnahm, wenn er ab und zu die Versammlungen durch die Fenster des alten Gebäudes beobachtete. Das neue Gebäude ist in seiner direkten Nachbarschaft und so kam er zur Einweihungsfeier. Seither besucht er regelmäßig die Versammlungen, ist voller Fragen zur Bibel und möchte Gott besser kennenlernen.

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Filme, die Leben verändern

MITTLERER OSTEN. 4 Jahre, 319 Seiten Drehbuch, 67 Personen vor der Kamera, 200 Stunden oder 3 Terabyte aufgenommenes Filmmaterial, gefilmt in 5 Ländern: Das ist eine kurze Zusammenfassung in Zahlen des Projektes „Pellekan“. Dahinter steckt die Idee, dass persisch-sprechende Zuschauer des Fernsehsenders „SAT-7“ in die Grundlagen des christlichen Glaubens eingeführt werden und Tipps bekommen, wie sie mit einfachen Mitteln den Glauben an ihre Freunde weitergeben können – z. B. über selbst produzierte Videos auf Youtube. Die Idee zu dem Projekt hatte Paulus Hieber. Er ist Liebenzeller Missionar und unterstützt SAT-7 als Sendetechniker. Mittlerweile ist das Filmmaterial für die geplanten 13 Sendungen gedreht. Der Schnitt hat begonnen. Es ist der Wunsch aller am Projekt Beteiligten, dass durch „Pellekan“ Menschen von Jesus Christus hören und selbst Multiplikator werden.

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Origami & arabische Bibeln

USA.  Was die japanische Papierfaltkunst Origami mit Bibeln zu tun haben könnte? John, ein amerikanischer Junge, der mit seinen Eltern in Litauen lebt, ließ durch einen Bekannten 40 Euro an die Liebenzeller Mission überbringen. Damit sollen Bibeln für syrische Flüchtlinge in Deutschland gekauft werden, „weil sie vielleicht noch nie das Evangelium gehört haben“.

John interessiert sich sehr für Origami. Er faltete aufwändige Figuren – und verkaufte sie auf einem Künstlermarkt zugunsten Bibeln für Flüchtlinge. John, das ist großartig! Thank you so much.