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Gemeinsam lernen, voneinander profitieren – Internationale Partner zu Gast bei der Liebenzeller Mission

BAD LIEBENZELL. Weltmission heute lebt vom gemeinsamen Lernen, wo Erfahrungen, gelungene Konzepte und auch Rückschläge offen ausgetauscht werden und wir gemeinsam beten, sowie Gott um Wegweisung bitten. Die Liebenzeller Mission ist mit einem Reichtum an internationalen Partnerschaften beschenkt und so nutzten wir die Gelegenheit, anlässlich des Direktorenwechsels, uns über praktische Missionsfragen auszutauschen. Wer in Partnerschaften unterwegs sein möchte, muss Lernender sein – als Liebenzeller Mission wollen wir auf diesem Weg bleiben und dadurch wachsen.

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Christoph und Inka Scharf: Gelebter Glaube steckt an

BAD DOBERAN. Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Evangelium erreichen: Das ist die Leidenschaft der Liebenzeller Mitarbeiter Christoph und Inka Scharf. Seit 2010 leben sie mit ihren drei Kindern in Bad Doberan, wo sie im Gemeindeaufbau der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) tätig sind. Dieser Aufgabe gingen sie zuvor sieben Jahre lang in der LKG Schwerin nach. Wir haben Christoph drei Fragen gestellt.

Wo erlebst du in eurer Gemeinde Herausforderungen?
Gerade weil im „Haus Gottesfrieden“ viel Gutes passiert und wir Gottes Segen erfahren, spüren wir häufig Anfechtung. Ehen durchleben zum Beispiel Krisen oder es macht sich bei Mitarbeitern Erschöpfung breit. Das gemeinsame Gebet schweißt uns in diesen Situationen aber immer wieder enger zusammen. Daher sehe ich dies nicht nur negativ. Wir wissen, dass Jesus der Sieger ist, und er möchte, dass alle Menschen das Evangelium hören. Im Herbst hatten wir 68 Gottesdienstbesucher, bei der Taufe im Sommer waren es sogar 120 – und das bei 12.000 Einwohnern. Dafür sind wir sehr dankbar.

Habt ihr im vergangenen Jahr etwas Besonderes erlebt?
Im Sommer ist eine Frau verwirrt durch die Stadt gelaufen. Ein Mann, dem sie begegnete, sagte ihr, sie solle zum „Haus Gottesfrieden“ gehen, dort würde ihr geholfen. Diese Frau kam tatsächlich zu uns. Sie hatte große private Probleme. Wir boten ihr Unterschlupf, haben mit ihr geredet, gebetet und ein Gespräch mit ihrem Sohn vermittelt. Auch wenn wir sie bisher nicht wiedergesehen haben, ist es schön, dass die Bewohner dieser Stadt wissen: Im „Haus Gottesfrieden“ sind Menschen, die sich um einen sorgen. Die Menschen hier haben erkannt, dass die Türen unserer Gemeinde für jeden offen stehen.

Was sind deine Wünsche für Bad Doberan?
Ich wünsche mir, dass wir – wie Paulus sagt – ein Brief Christi sind. Wir Christen sollten unseren Glauben in diesem areligiösen Umfeld nicht verstecken, sondern unser Christsein offen leben, sodass es ansteckend für andere wird. Erst wenn wir das tun, laden wir andere dazu ein, in die Gemeinde zu kommen und Jesus kennenzulernen. Das sind Prozesse, die viel Zeit kosten, und auch unsere Gemeinde wächst nur langsam. Doch wünsche ich mir nicht vorrangig, dass die Gemeinde zahlenmäßig wächst, sondern vor allem, dass Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen – und das nicht nur in Bad Doberan, sondern weltweit. Das kann nur Gott tun. Und wir können uns dafür von ihm gebrauchen lassen – so, wie es auch Mose, Jesaja und viele andere in der Bibel getan haben.

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Bunter Lebensraum statt tristes Ghetto

NEUBRANDENBURG. „Plattenbaugebiete sind keine Ghettos, sondern bunt gemischte Lebensräume, die schön sein können. Ich möchte, dass wir Christen diese wahrnehmen und uns das enge Zusammenleben zunutze machen. Wo sonst leben 200 Menschen auf 100 Quadratmetern?“, sagt der Liebenzeller Mitarbeiter Aaron Köpke. Er ist als Sozialarbeiter in der „Oase“, einem sozial-missionarischen Gemeindegründungsprojekt im Neubrandenburger Reitbahnviertel, tätig.

4500 Menschen leben in diesem Viertel. Ein Großteil ist arbeitslos oder lebt von 1-Euro-Jobs. „Diese Menschen liegen uns am Herzen. Sie gehören zu unserer Gesellschaft und ich habe Angst, dass ein Volk – nein, mein Volk – verloren geht“, betont Aaron. Weil die „Oase“-Mitarbeiter glauben, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt, möchten sie diese durch verschiedene Angebote im Reitbahnviertel weitergeben: „Wir bieten vor allem offene Programme wie etwa das ‚Oasen‘-Frühstück, das ‚Jesus Café‘ sowie sportliche Aktivitäten oder Ferienprogramme an, zu denen jeder kommen kann.“

Auch wohnen Aaron und seine Frau Ilonka mit ihren Söhnen selbst im Reitbahnviertel und kommen so mit vielen Menschen in Kontakt. „Nichtsdestotrotz kennen viele Viertelbewohner die ‚Oase‘ nicht. Parallel kommen viele Menschen gerne zu uns, die nicht am Glauben interessiert sind“, schildert Aaron. Um diese zu erreichen, sei die „Oase“ auf Gottes Eingreifen angewiesen, denn: „Logische Erklärungen und unser Beispiel reichen oft nicht aus. Wir brauchen Wunder und Bewahrungen – die spürbare Gegenwart Gottes“, sagt der Sozialarbeiter.

In diesem Zusammenhang denkt Aaron gerne an das Ferienlager zurück, bei dem er eine Jungen-Zeltgruppe betreute. Einige der 10-Jährien kannten Jesus schon persönlich, andere nicht. Zu denen, für die Jesus noch nie eine Rolle spielte, zählte ein russischer Junge, der areligiös erzogen wurde. Seinem besten Freund, einem ukrainischen Flüchtling, war Jesus aber wichtig. Das war dem Jungen ein Anstoß. Da die Gruppe tagsüber kaum zu bändigen war, war ein Austausch über den Glauben erst abends im Zelt möglich. Dass dieser Spuren hinterließ, stellte sich gegen Ende der Woche heraus: „Der russische Junge, der sich sonst cool präsentierte, fing plötzlich an, vor seinem besten Freund und den anderen Jungen zu beten“, erzählt Aaron. Solche Augenblicke seien es, auf die die „Oase“ angewiesen ist.

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Bundesministerium fördert Neubau im Kinderdorf in Bangladesch

BANGLADESCH. Am 4. Dezember konnte der Neubau des Kinderdorfs in Khulna (Bangladesch) eingeweiht werden. Für die Menschen dort war das eine riesige Freude. Der Neubau wurde durch die Unterstützung verschiedener Organisationen und vor allem des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung möglich, das den Großteil der finanziellen Mittel für den Bau zur Verfügung stellte. Das alte Gebäude wurde regelmäßig in der Monsunzeit überschwemmt, so dass die Betten der Kinder immer wieder im Wasser standen. Das hat nun ein Ende. Derzeit leben im Kinderdorf in Khulna 50 Kinder. Viele von ihnen sind Waisen oder Halbwaisen. Die ersten Jahre werden die Kinder im Kinderdorf unterrichtet. Danach gehen sie in eine öffentliche Schule. Nach dem Schulabschluss bekommen die Kinder Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz oder beim Start ins Berufsleben.

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„Star Trek“-Fan begegnet Jesus

BERLIN. Als Sohn eines Soldaten kannte Matthias Schönau das Gefühl von Heimat kaum. Oft musste die Familie umziehen und in verschiedenen Städten der DDR neu Fuß fassen. Als die Wende kam und sein Vater länger in Dresden stationiert war, dachte der damals 12-Jährige, er könne endlich ankommen. Doch schnell stellte sich heraus, dass der nächste Umzug kurz bevor stand: Seine Eltern ließen sich scheiden und seine Mutter nahm die beiden Kinder mit in das 200 Kilometer entfernte Berlin.

Dort angekommen, sehnte sich Matthias nach Beständigkeit und väterlicher Orientierung. Da er – wie in der DDR üblich – atheistisch erzogen wurde, konnte er beides nicht in Gott suchen. Stattdessen bot ihm die Sciene-Fiction-Serie „Star Trek“ Halt. Sie ließ den Jugendlichen in phantastische Abenteuer eintauchen und zeigte ihm ein Vorbild auf: „Captain Picard, der kommandierende Offizier der Serie, war für mich eine Vaterfigur mit humanistischem Geist“, erinnert sich Matthias. Obwohl ihn „Star Trek“ bis ins Erwachsenenalter begleitete, fiel es Matthias schwer, auch im realen Leben eine Konstante zu finden.

„Ich musste etwas riskieren“

Als ihm dann der erste Versuch seiner Masterthesis missglückte, fasste der studierte Diplom-Medieninformatiker einen weitreichenden Entschluss: „Es war an der Zeit, mein Leben zu ändern. Ich musste etwas riskieren.“ ER zog in eine WG nach Köpenick. Dort unterstütze er ein privat organisiertes Wohnprojekt, bei dem viele Bewohner – wie Matthias auch – große „Star Trek“-Fans waren. Matthias leitete Fantasy-Rollenspiele und arbeitete hauptsächlich mit Jugendlichen. Es dauerte nicht lange, da vertrauten sie ihm ihre Probleme an und baten um Rat. „Ich ratschlagte nach Gefühl, war jedoch häufig überfordert und hatte Schwierigkeiten, viele dieser Lebensgeschichten zu verarbeiten“, erzählt der heute 40-Jährige. In dieser Zeit stieß André in die Gruppe. Er berichtete Matthias von der Jungen Kirche Berlin (JKB) und bot an, ihn dorthin mitzunehmen. Matthias folgte der Einladung – ohne zu ahnen, dass dies nicht sein letzter Besuch in der JKB sein würde.

Wissenschaft oder Glaube?

„Lange Zeit war die Gemeinschaft seine Motivation, zu uns in die Gemeinde zu kommen“, erinnert sich der Liebenzeller Mitarbeiter Nathanael Bader, Pastor der JKB. Obwohl Matthias als wissenschaftlich begeisterter Informatiker dem christlichen Glauben zunächst skeptisch gegenüberstand, machte dieser ihn neugierig: „Ich spürte plötzlich, wie sich meine private und berufliche Situation durch die Besuche in der Gemeinde und das gemeinsame Bibellesen im Hauskreis stabilisierte“, sagt er. Auch stellte er fest, dass seine Lieblingsserie eine höhere, alles steuernde Identität nicht ausschließt. Matthias stand zwischen zwei Welten: Die der Wissenschaft und die eines lebendigen und dreieinigen Gottes. „Ich kam zu dem Schluss, dass sich Wissenschaft und mein Glaube nicht gegenseitig ausschließen“, sagt er. Und so ließ sich Matthias diesen Sommer im Beisein seiner Mutter und Schwester von Nathanael in der Spree taufen. Aus dem bekennenden „Star Trek“-Fan wurde somit schließlich auch ein bekennender Christ, der nach langem Suchen durch seinen himmlischen Vater Beständigkeit und Orientierung im Leben fand.

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Theologie mit Herz und Verstand

SAMBIA. Acht Jahren lebten Sabine und Johannes Schaber mit ihren drei Kindern in Fiwale, südlich der Großstadt Ndola. Dort bildeten sie an der Bibelschule „Fiwale Hill“ Pastoren aus. Zuvor waren sie vier Jahre in der Gemeinde-, Bibel- und Jugendarbeit in Papua-Neuguinea tätig. Seit April ist die Familie im Heimataufenthalt und berichtet von ihrer Arbeit. Wir haben Johannes drei Fragen gestellt:

Du hast viele Jahre an der Bibelschule unterrichtet. Was meinst du, warum ist die theologische Ausbildung für Menschen in Sambia so wichtig?

Da die Gemeinde in Sambia wächst und viele Menschen zur Kirche gehen, braucht es ausgebildete Pastoren und Ehrenamtliche, die mitarbeiten. Unser Gemeindeverband hat beispielsweise rund 160 Gemeinden und nur ein Drittel verfügt über einen eigenen Pastor. Hinzu kommen theologische Herausforderungen. Viele aktive Sekten wie etwa die Zeugen Jehovas werben um Mitglieder. Auch selbsternannte Propheten versprechen den Menschen Reichtum und Glück, dabei sind es häufig nur sie selbst, die reich werden. Ich denke, das biblische Gebot in 2. Timotheus 2,2: „Gib die Botschaft, die du von mir gehört hast und deren Wahrheit dir von vielen Zeugen bestätigt wurde, an vertrauenswürdige und zuverlässige Menschen weiter, die ebenfalls fähig sind, andere zu lehren“ ist ein wichtiger und nie endender Auftrag an uns, Mitarbeiter zu schulen. Es braucht vor allem afrikanische Christen, die die Bibel so auslegen, dass sie im afrikanischen Kontext Sinn macht.

Wie wird es mit der Bibelschule weitergehen?

Die Bibelschule wird fortgeführt. Ziel ist es, dass sie verstärkt in die Hände Einheimischer übergeht und diese selbstständig Verantwortung übernehmen. Es ist jedoch schwierig, geeignetes Personal für die Schule zu finden, da viele Menschen nicht aufs Land nach Fiwale ziehen möchten. Gleichzeitig ist es sehr wichtig, dass die einheimischen Lehrer bald Verstärkung bekommen und ein neuer Bibelschulleiter gefunden wird.

Was sind deine Wünsche für Sambia?

Das Land verfügt im Vergleich zu europäischen Ländern über weniger Ressourcen und medizinische Möglichkeiten. Doch gerade deshalb erlebe ich bei Sambiern häufig ein starkes, nahezu kindliches Gottvertrauen. Beispielsweise betete ein Ehepaar viele Jahre für ein eigenes Kind. Nach 13 Jahren schenkte Gott ihnen tatsächlich eine Tochter. Ich wünsche mir für Sambia, dass dieses Vertrauen nicht nachlässt und viele Menschen weiterhin offen für das Evangelium bleiben. Auch ist es mein Wunsch, dass die politische und wirtschaftliche Situation des Landes stabil bleibt und vorhandene Ressourcen so genutzt werden, dass das Land vorwärts gebracht wird.

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Hoffnung für Menschen in Burundi

BAD LIEBENZELL. Zum elften Mal hat die Liebenzeller Mission die Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“ gestartet. Mit der Aktion sollen Menschen in aller Welt neue Hoffnung schöpfen. Im Blick sind besonders Menschen aus Regionen, die nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen und mit vielen Widrigkeiten leben müssen. Dieses Jahr steht das ostafrikanische Burundi im Zentrum der Initiative.

Burundi ist ein gebeuteltes Land. Jahrelang tobte ein Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi. Mittlerweile ist der Krieg zu Ende. Aber starke Trockenheit, politische Krisen und eine schwache wirtschaftliche Entwicklung machen Burundi seit Jahren zu einem der ärmsten Länder der Welt. Für viele Burundier ist der Alltag ein täglicher Kampf ums Überleben.

Die Mitarbeiter der Liebenzeller Mission in Burundi investieren bewusst in Projekte, die den Menschen Hoffnung für die Zukunft machen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Förderung von Kindern und Familien. Benachteiligte Kinder erhalten Schulmaterial. Familien bekommen eine finanzielle Starthilfe, um wirtschaftlich unabhängig zu werden. Kinder sollen Wertschätzung und Geborgenheit in Jugendgruppen erfahren und Hoffnung für die Zukunft schöpfen. Notleidende Menschen erhalten von den Missionaren Reis, Mais und Bohnen.

„In Burundi engagiert sich die Liebenzeller Mission seit 25 Jahren. Unsere Arbeit ist auf Nachhaltigkeit angelegt“, sagt Projektkoordinatorin Bettina Heckh. Zur Zeit des Bürgerkriegs seien die Mitarbeiter zum Beispiel bewusst im Land geblieben, um den Menschen zur Seite zu stehen, „auch dann, als viele internationale Organisationen das Land verlassen hatten“, so Bettina Heckh.

Die Arbeit in Burundi geschehe immer in enger Abstimmung mit den Partnerorganisationen vor Ort, sagt Bettina Heckh. Projekte würden gemeinsam mit einheimischen Partnern entwickelt und umgesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf Projekten für Kinder, Jugendliche und Familien. „Wer die junge Generation fördert, investiert in die Zukunft des ganzen Landes und eröffnet Perspektiven für viele Menschen“, sagt die Projektkoordinatorin. In Kirche und Gesellschaft setzten sich die Missionare für die Versöhnung der früher verfeindeten Volksgruppen ein – damit Wunden heilen und neue Beziehungen möglich werden.

Unterstützen kann man die Aktion nicht nur mit einer Spende, sondern auch mit aktiver Mitarbeit, erklärt Bettina Heckh: „Die Initiative ereignet sich gut als Projekt für einen Weihnachtsmarkt oder als Spendenprojekt für eine Betriebsfeier“.

Weitere Informationen zu den Projekten und ein Projektvideo gibt es im Internet unter www.weltweit-hoffnung-schenken.de oder direkt bei Bettina Heckh unter Telefon 07052 17-128 oder E-Mail hoffnung@liebenzell.org. Dort können auch Materialien zu der Aktion wie Plakate, Handzettel, Fotos oder Spendendosen angefordert werden.

Spendenkonto:
Liebenzeller Mission
Sparkasse Pforzheim Calw
IBAN: DE27 6665 0085 0003 3002 34
BIC: PZHSDE66
Vermerk: Spendencode 1620-37

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Radio Lilanguka bringt den Yao in Malawi die Gute Nachricht

MALAWI / DEUTSCHLAND. Das Radio Lilanguka in Mangochi, Malawi sendet seit Anfang November 2017 Radioprogramme für die Volksgruppe der Yao. Die Yao sind vorwiegend muslimisch und machen etwa zehn Prozent der Bevölkerung Malawis aus, einem der ärmsten Länder Afrikas. Der neue Radiosender ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Organisationen wie der Liebenzeller Mission, OM, Radio Africa Network und SIM.

„Eine einzelne Organisation kann ein Projekt wie das Radio Lilanguka nicht alleine stemmen“, sagt Paul Kränzler, Projektleiter von Radio Lilanguka, der zusammen mit seiner Frau seit vielen Jahren mit der Liebenzeller Mission in Malawi arbeitet. „Auch die Programminhalte kommen von Mitarbeitern unterschiedlichster Organisationen und decken Themen wie Familie und Erziehung, Gesundheit und Ernährung, Glaube und Nachfolge, Landwirtschaft, Nachrichten sowie Musik ab.“

Das Radio „Lilanguka“, was „Licht“ in Yao bedeutet, ist die erste Radiostation in Malawi, die hauptsächlich in der Yao-Sprache sendet. Die Mitarbeiter von Radio Lilanguka hat Trans World Radio (TWR) geschult und der Stationsleiter möchte auch durch Kunst positiv in die Yao-Kultur hineinwirken. Die knapp eine Million Yao leben meist in entlegenen Dörfern, viele können nicht lesen und schreiben. Deshalb ist für sie das Radio eine wichtige Informationsquelle. Erst 2014 wurde die Übersetzung der Bibel in Yao fertiggestellt.

Seit vielen Jahren gibt es Bemühungen für ein christliches „Gemeinschaftsradio“ in Yao. Vor etwa einem Jahr erteilt die Regierung an OM die Lizenz für einen UKW-Sender – mit der Vorgabe, täglich zwölf Stunden Programme auszustrahlen. Der 30 m hohe, gespendete Sendemast steht auf einem Gelände von SIM und hat eine Reichweite von circa 100 km, selbst bis nach Mosambik hinein. Eine Photovoltaikanlage sorgt bei fast täglichen Stromausfällen für einen reibungslosen Sendebetrieb.

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70 Kinder suchen nach Gott

MURR. Warum sind manche Babys blind? Wieso möchte Jesus auch mit Menschen befreundet sein, die etwas Schlimmes getan haben? Wo ist er jetzt? Diese und weitere Fragen haben sich rund 70 Kinder bei einer Freizeit in Murr gestellt. Nachdem unsere KidZ-Mitarbeiterin Ruth Klaiber ihnen jeden Morgen Geschichten von Jesus erzählte, konnten die Kinder den ganzen Tag über Fragen auf eine große Tafel schreiben. „Ich war erstaunt, wie viel dabei zusammengetragen wurde“, sagt Ruth. Jedes Kind durfte seine Frage am nächsten Tag drei anderen Kindern und dann unserer Mitarbeiterin stellen. „Alle haben super mitgemacht und ich spürte, wie bei den Kindern etwas aufgebrochen ist“, freut sich Ruth. Viele hätten begeistert nach Gott gesucht, wollten eine Bibel haben und ihren Klassenkameraden von Jesus weitererzählen. Die sichtbare Begeisterung der Kinder sei beeindruckend gewesen – gerade auch, weil es sich um ein Ferienprogramm in Zusammenarbeit mit der Stadt handelte und viele Kinder an den Bibelgeschichten teilnahmen, die noch nichts von Jesus gehört hatten.

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IHL-Absolventin tritt mit Thomas de Maizière auf

MAINZ. Letztes Jahr hat sie ihr Studium an der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL) abgeschlossen, heute arbeitet Kathrin Pohl bei der Caritas in Mainz. Anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit stand die 28-Jährige gemeinsam mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf der Mainzer Open-Air-Bühne der Bundesregierung, um das Projekt „Neue Nachbarn in der Mainzer Neustadt“ (NeuNa) vorzustellen.

„Sonst sehe ich seine Auftritte im Fernsehen und plötzlich stehe ich selbst mit dem Innenminister auf der Bühne“, erzählt Kathrin. Es habe sie nicht nur gefreut, dass „NeuNa“ an diesem Tag als einziges Projekt vom Bundesinnenministerium ausgewählt wurde, sondern auch, dass Thomas de Maizière allen Bühnenteilnehmern das Gefühl gab, einander auf Augenhöhe zu begegnen. Gemeinsam mit zwei Syrern und Ehrenamtlichen präsentierte Kathrin dem Publikum das Integrationsprojekt „NeuNa“. „Diese Erfahrung hat uns zusammengeschweißt. Gleichzeitig fand interkulturelle Begegnung statt, denn wir haben die Vorbereitungen, die Aufregung und den Bühnenmoment geteilt“, erzählt sie.

Sie gerät in einen Zwiespalt
Dass Kathrin einmal ein solches Projekt in Deutschland leiten würde, damit habe sie lange Zeit ihres Lebens nicht gerechnet: „Mir war immer klar, dass ich im Ausland arbeiten möchte – entweder in einer christlichen Entwicklungsarbeit oder in der Mission.“ Ein Einsatz im Tschad und ihr Auslandssemester in Kanada bestätigten sie in ihrem Vorhaben. Ihr anschließendes Semester absolvierte Kathrin in einem Mainzer Flüchtlingsheim – genau zu der Zeit, in der große Flüchtlingswellen nach Deutschland strömten. Bei der Arbeit mit Zuwanderern wurde ihr plötzlich bewusst, dass ihre Leidenschaft nicht an Afrika oder Kanada geknüpft ist, sondern an Menschen aus arabischen Herkunftsländern. „Jahrelang habe ich mich auf meine Auslandspläne fokussiert und auf einmal fühlten sie sich nicht mehr richtig an. Es war, als ob mich Gott vor die Wahl stellt, meiner Vision oder ihm zu folgen?“

Gott zeigt neue Wege auf
Kathrin entschied sich bewusst zur Nachfolge Jesu, auch wenn sie dafür in Deutschland bleiben müsste. Sie wartete ab, was Gott für sie bereithielt. Kurz vor Studienende meldete sich dann zufällig eine Freundin aus Mainz, die ihr ein Zimmer anbot. Ohne einen Job in Aussicht zu haben, unterzeichnete Kathrin den Mietvertrag. Im selben Zug bewarb sie sich bei der Caritas in Mainz, die Verstärkung für ein Integrationsprojekt suchte. Wenig später erhielt Kathrin bereits die Zusage: „Innerhalb einer Woche hatte ich eine Bleibe und einen Job. Es fühlte sich richtig an – so, als hätte Gott es für mich vorbereitet.“ Seit März leitet Kathrin „NeuNa“, das geflüchtete Menschen berät, unterstützt und ins Gemeinwesen integriert.

Leben und Studium auf dem Missionsberg haben sie geprägt
Viele Kompetenzen für ihre heutige Arbeit hat Kathrin bereits erworben, als sie noch „Theologie/ Soziale Arbeit im Interkulturellen Kontext“ in Bad Liebenzell studierte: „Neben Seminarinhalten aus den Bereichen Führung und Coaching, Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe, brachte mich auch die Lebensgemeinschaft auf dem Missionsberg persönlich voran. Ich habe beispielsweise gelernt, mich zu reflektieren und zu organisieren“, sagt Kathrin. Diese Eigenschaften seien wichtig, entscheidend für ihren Job sei jedoch, ein Herz für Zuwanderer zu haben: „Diese Menschen sind meine Leidenschaft. Ich möchte das Projekt vorantreiben und interkulturelle Begegnungen schaffen, um Hürden zwischen Nationen aufzubrechen.“ Aus ihrem Glauben heraus ist es für Kathrin selbstverständlich, geflüchtete Menschen aufzunehmen und in unser Gemeinwesen zu integrieren: „Sie sind wie du und ich – sie freuen sich über neues Leben und trauern bei Verlust.“

Quelle Foto: THW/Kai-Uwe Wärner