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Furcht vor der Freiheit

PAPUA-NEUGUINEA. Mit einer kleinen Gruppe von Strafgefangenen konnte Johannes Wälde, der als Liebenzeller Missionar in Papua-Neuguinea arbeitet, eine Bibelstunde im Gefängnis durchführen. Drei der Teilnehmer suchten danach noch das Gespräch mit ihm, erzählten von ihrer Vergangenheit und schließlich auch von ihren Ängsten vor der Zukunft: „Alle drei werden im nächsten halben Jahr entlassen und wissen nicht genau, wie es weitergehen soll. Sie waren nun jahrelang im Gefängnis und haben etwas Angst vor der Freiheit und dem Zurückkehren in ihr Heimatdorf“, schrieb Johannes Wälde. Trotz aller Ängste sind die Männer gewiss, dass sie nicht alleine zurück in ihre Dörfer gehen müssen: Gott wird ihr Begleiter sein und ihnen in dieser schwierigen Lebenssituation helfen.

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Wenn Gott Menschen begenet

Zur praktisch-kulturellen Vorbereitung auf ihren baldigen Einsatz in Papua-Neuguinea lebten und arbeiteten die Liebenzeller Missionare Katharina und Sebastian Proß die vergangenen vier Monate als Hauseltern im Adam House in Toronto. Das Adam House bietet seit 2002 Flüchtlingen aus aller Welt eine Heimat. Auch wenn ein solch intensives Zusammenleben mit den unterschiedlichsten Nationalitäten herausfordernd sein kann, erlebte das junge Missionarsehepaar, wie Gott die Zeit im Adam-House für viele Flüchtlinge nutzte, um ihnen zu begegnen. So berichten sie von einem syrischen Flüchtling, der mit dem christlichen Glauben zu Beginn nichts zu tun haben wollte. Einige Zeit nachdem er das Adam House verlassen hatte, kam er wieder, weil er sowohl seine Wohnung als auch seine Freundin verloren hatte und hilflos zurückblieb. In dieser Lebenssituation wurde er nun offen für den Glauben. Auch wenn er in Gesprächen betonte, dass seine muslimischen Freunde nichts von seinem Interesse an Jesus Christus mitbekommen sollten, wendete Gott das Blatt, als er gemeinsam mit anderen Flüchtlingen am Karfreitag ein Passionsspiel besuchte. „Als zum Glauben an Jesus aufgerufen wurde, ging er an anderen muslimischen Flüchtlingen vorbei nach vorne und gab sein Leben Jesus“, berichten Katharina und Sebastian Proß.

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…wie auch wir vergeben…

… unseren Schuldigern. In ihrem Dorfalltag werden Gerhard und Brigitte Stamm immer wieder mit Enttäuschungen, Diebstahl, Betrug oder einfach nur Unzuverlässigkeit konfrontiert. So wurden kürzlich zum Beispiel aus ihrem Ententeich mehrere Enten gestohlen. Um die Bibelschule zu versorgen, brauchen die Missionare das Geld aus der Kleintierhaltung aber dringend. „Man muss immer wieder bereit sein, Menschen, die Fehler gemacht haben, zu vergeben“, schreiben die beiden zu diesem Vorfall. Um immer wieder geduldig vergeben zu können, hilft es ihnen, sich bewusst zu machen, wie oft Gott uns Menschen vergibt: „Wie oft muss er uns – für uns oft auch unbewusst – vergeben und wie unendlich viel mehr Geduld braucht er für uns.“

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Etwas, das bleibt

PAPUA-NEUGUINEA. Nach 26 Jahren besuchten Irmgard und Ernst Schülein die Insel, die für viele Jahre ihre Heimat war: Auf Manus fand die Hochzeit der beiden statt und auch ihre Kinder wuchsen dort auf. Die Begegnungen mit ihren ehemaligen Nachbarn, Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern waren von vielen Emotionen begleitet. So schön es für die beiden Missionare war, sich an die vergangenen Tage zu erinnern, müssen sie auch sehen, dass „an vielem Materiellen der Zahn der Zeit nagt.“ Doch auch wenn Materielles vergangen ist, gibt es doch etwas, das die Jahre überstanden hat: „Die Menschen leben mit Jesus und versuchen, ihren Alltag mit Gott zu meistern“.

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Wenn Gott schweigt

Es gibt Lebensphasen, in denen wir Gott inständig um etwas bitten: um eine Arbeitsstelle, die Heilung von Krankheit, dass ein Mensch zum Glauben kommt, dass sich der ersehnte Kinderwunsch erfüllt. Aber wie gehen wir damit um, wenn Gott schweigt?