Aufbruch ins Unbekannte

Fragen & Antworten

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Wie lange dauerte die Reise der ersten Missionare im Jahr 1914?

Friedrich Doepke und Hermann Kraft waren mehr als dreieinhalb Monate unterwegs.

Wie sehen heute die Menschen auf der Insel Manus die Missionsarbeit?

Wie Einheimische im Film selbst beschreiben sind die meisten Manuesen sehr dankbar, dass vor 100 Jahren die ersten Missionare auf ihre Insel gekommen sind. Der große Einsatz von Friedrich Doepke, seine Ausdauer und die Liebe zu den Menschen werden von den Menschen sehr gewürdigt. Die Bewohner von Manus sind froh, dass die Missionare ihnen die Frohe Botschaft und damit eine Befreiung von Geisterfurcht gebracht und sich außerdem für die Bildung der Menschen eingesetzt haben.
Auch heute werden die Missionare hoch geschätzt. Die Zusammenarbeit zwischen der einheimischen ECOM-Kirche und ihnen ist partnerschaftlich und freundschaftlich.

Wie lange musste Friedrich Doepke warten, bis er eine „Frucht“ seiner Arbeit sah?

Nach zehn Jahren Missionsarbeit auf der Insel ließ sich Polokes, der erste Manuese, taufen.

Wie starb Friedrich Doepke?

Friedrich Doepke wurde am 17. März 1943 zusammen mit seiner Frau Maria und weiteren 60 Menschen – die meisten waren evangelische und katholische deutsche Missionare – von japanischem Militär auf hoher See vor der Küste der Insel erschossen. Die Wirren des Zweiten Weltkriegs setzten dem Leben von Ehepaar Doepke ein Ende – nicht aber der Missionsarbeit in Papua-Neuguinea!

Seit wann ist die Kirche auf der Insel Manus selbstständig?

Im Jahr 1974 (ein Jahr vor der Unabhängigkeit des Staates!) wurde die gesamte Leitung von der Liebenzeller Mission an die einheimische ECOM-Kirche übergeben. Seit damals werden alle geistlichen Dienste und Ämter der Kirche von Einheimischen geleitet.

Wie viele Gemeinden der ECOM-Kirche gibt es heute auf Manus?

Heute gibt es fast 50 ECOM-Gemeinden vor Ort. Sie sind in sieben Bezirken organisiert.

Wie hat es sich die Missionsarbeit auf Manus entwickelt?

Heute ist Papua-Neuguinea zwar ein „christliches“ Land. Geisterglaube ist aber nach wie vor stark verbreitet. Es gibt wenige biblisch-theologisch fundiert ausgebildete Pastoren. Gewalt und Kriminalität sind an der Tagesordnung. Missionsarbeit ist heute genauso notwendig wie vor 100 Jahren. Unsere Missionare arbeiten als Bibelschullehrer, in der Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter und in sozialen Brennpunkten in den Städten.