SPANIEN. Die Liebenzeller Missionare Theo und Carolin Hertler konnten vor einigen Wochen live bei einer Olivenernte dabei sein. Der Reifeprozess der Oliven wurde für sie dabei zu einem anschaulichen Sinnbild für Gottes Wirken an seiner Gemeinde: Der Weg bis zur Ernte ist manchmal mühsam, erfordert Geduld und ähnlich, wie die Olivenbäume  beschnitten werden, so formt Gott auch den Charakter seiner Kinder. Doch am Tag der Ernte ist die Freude groß.
In ihrer Arbeit erleben Theo und Carolin Hertler, wie Gott an vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wirkt, auch wenn vielleicht nicht immer gleich die Früchte sichtbar werden: So konnten sie zuletzt beispielsweise auf erlebnispädagogische Weise für die Jugendlichen den Weg als Christ nachzeichnen. Gemeinsam mit der Jugendgruppe bestiegen sie einen 90 Meter hohen Felsen, bei dem die Jugendlichen oben angekommen mit einem Schild „Herzlich Willkommen im Himmel“ empfangen wurden.
Ob beim „Abseilen im Wasserfall“ im Quellgebiet des Rio Grande beim „Vater-Sohn-Abenteuer“, bei der Schulevangelisation mit 300 Kindern, den Kinderstunden am Strand oder mitten in der Stadt hören die verschiedensten Menschen von Gottes Liebe und dem Abenteuer, das ein Leben mit ihm bedeutet. So erlebt die Gemeinde in Marbella beides: Reifezeit und Ernte.

BURUNDI. Die Liebenzeller Missionarsfamilie Alex und Tabea Biskup arbeitet in ihrem Missionsdienst in Bujumbura mit der einheimischen Anglikanischen Kirche zusammen. So war Alex Biskup auch Teil der zuletzt stattfindenden alljährlichen Pastorenkonferenz der Anglikanischen Kirche, bei der er gebeten wurde „eine Einheit zum Thema ‚Versöhnung‘ zu halten“.

„Versöhnung“ – ein nicht gerade einfaches und selbstverständliches Thema in einem Land, das noch immer die Spuren des damaligen Bürgerkrieges in sich trägt, und gerade erneut von Gewaltwellen und politischen Unruhen heimgesucht wird. Inmitten dieser Situation stellten sich die etwa 40 Pastoren der herausfordernden Einheit und erlebten die Bedeutsamkeit von Versöhnung ganz persönlich, als ein Pastor anschließend vor den Teilnehmern und dem Bischof Schuld bekannte und um Vergebung bat. „Das hat einige Anwesenden zu Tränen gerührt. Das war gelebte Versöhnung: ein Bruder wurde wieder herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen.“

SYRIEN. Schutt und Asche. Kirchengebäude ohne Dächer und zerbombt. Ein Blick auf die Altstadt von Homs lässt erahnen, dass die Stadt trotz ihrer Befreiung von zwei Jahren Belagerung durch den Bürgerkrieg Zukunftslosigkeit in sich trägt.
Doch inmitten dieser Perspektivlosigkeit zeichnet sich ein Bild von unerschütterlichem Glauben und Hoffnung. Menschen unterschiedlicher Gemeindezugehörigkeit der christlichen Minderheit finden sich in den Ruinen von ehemaligen Kirchen zusammen, um Weihnachten, Hochzeiten und Abendmahlsgottesdienste zu feiern.
Was sie vereint: Die Hoffnung und Freude auf das Kommen Jesu.
SAT-7 konnte für eine Sendung verschiedene Gemeindeleiter in der Stadt interviewen. Trotz all der Herausforderung, die diesen dabei entgegentritt, wird sichtbar, dass der von Gott geschenkte Glaube tatsächlich Berge versetzen kann: So konnten im Zuge des Wiederaufbaus bereits vier Schulen wiedereröffnet, und damit 1500 bis 2000 Kindern die Möglichkeit auf Bildung zurückgeschenkt werden. Ein Gemeindeleiter betont, dass es seine Vision ist, neue Hoffnung in die Herzen der Menschen zu pflanzen. Er erinnert die Christen während eines Gottesdienstes daran, dass es trotz aller Suche nach Sicherheit in der Welt schließlich Jesus alleine ist, der Frieden geben wird. Bei all der Zerstörung, die sie umgibt, wird so sichtbar, wie Gott auch in aussichtsloser Lage Wege findet, um mit seiner Gemeinde voranzugehen.
SAT-7 ist ein christlicher Fernsehsender, dessen Programme überwiegend im Mittleren Osten, Nordafrika und dem Iran ausgestrahlt werden. Der Sender ist eine Partnerorganisation der Liebenzeller Mission (LM). Die LM unterstützt SAT-7 durch die Mitarbeit von Paulus Hieber als technischem Studiobetreuer.

ECUADOR. Ned und Marisol Farnsworth arbeiten über die Liebenzeller Mission USA in Ecuador. Anfang des Jahres erlebten Ned und der älteste Sohn Joel ein Highlight, als sie den Stamm der Huaroani, genannt Aucas,  besuchen konnten. Vor 60 Jahren ereignete sich in diesem Stamm ein tragisches und zugleich fruchtbringendes Ereignis: Fünf Missionare aus den USA waren ihrem Ruf gefolgt, den Huaroani von Gottes Liebe zu erzählen. Die Aucas hatten noch nie zuvor Menschen aus dem Westen gesehen und töteten schließlich alle Missionare mit Speeren. Doch Gott hatte noch mehr mit den Huaroani vor und so gebrauchte er anschließend die Schwester des getöteten Piloten und die Witwe Elisabeth Elliot, die ihren Mann Jim Elliot durch die Aucas verloren hatte. Nach allem, was geschehen war, tat Gott das Wunder, dass sie vergeben konnten und unter den Huaroani lebten, dienten und schließlich erleben durften, wie sie zu Jesus fanden.
Ned und Joel Farnsworth waren kaum bei dem Stamm gelandet, als ein 84-jähriger Mann namens Dyuwi auf sie zugestürmt kam, und für sie betete. Es stellte sich heraus, dass er einer der letzten überlebenden Männer ist, der damals Teil der Ermordung der Missionare war. Nun stand vor ihnen ein Mann, dessen Leben eine 180-Grad-Wende erlebt hatte. Dyuwi bezeugte selbst, wie Jesus sein Leben, das zuvor von Gewalt und Hass beherrscht war, zu einem Leben voller Frieden und Liebe für Jesus Christus machte. Dyuwi dient mittlerweile als einer der Ältesten in der blühenden Gemeinde der Huaroani-Kirche.

SAMBIA. Sie hatten ihre Vision verloren: Das musste der Liebenzeller Missionar Hans-Peter Hertler feststellen, als er vor einem Jahr eine kleine Gemeinde in Mpulungu besuchte. Die großen Pläne von einem richtigen Gemeindehaus waren zusammen geschrumpft zu einer kleinen Hütte mit Grasdach. Als Hans-Peter Hertler kürzlich erneut die Gemeinde besuchte, stellte er erfreut fest: „Die Gemeinde ist schon gewachsen. Sie mussten die kleine Grasdachhütte immerhin schon ein wenig vergrößern, damit alle Platz finden können.“ Nach seinem Besuch im letzten Jahr wurde außerdem von anderen Gemeinden für diese Gemeinde Geld gesammelt – genug, um die Fertigstellung des ursprünglich geplanten Gebäudes zu finanzieren.

Katrin und Dietmar Brunner leben mit ihrer Familie seit 18 Jahren in Sambia. Durch das Projekt „Farming God’s Way“ haben sie vielen Menschen in Sambia zu einer ertragreichen Landwirtschaft verholfen – und zu einer nachhaltigen Beziehung zu Jesus Christus. Noch bis Mitte Mai sind sie in Deutschland, um von ihrer Arbeit zu berichten. Wir haben Familie Brunner drei kurze Fragen gestellt.

Wie sieht das Projekt „Farming God’s Way“ konkret aus?
Ganz kurz gesagt: Die gute Nachricht im Landbau. Es geht darum, biblische Prinzipien in der Landwirtschaft praktisch anzuwenden. Ein Beispiel: Treue ist ein wichtiges biblisches Prinzip. Wir wollen den Menschen zeigen, was passiert, wenn man treu den Acker anbaut und pflegt. Und natürlich ist uns dann die Übertragung ins Leben wichtig. Denn nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Leben zahlt sich Treue aus.

Was hat diese Art von Landwirtschaft bei den Menschen bewirkt?
Der Nutzen ist ganz praktisch. Oft haben wir erlebt, dass die Erträge durch „Farming God’s Way“ einfach viel größer werden. Und dass Menschen die biblischen Werte auch in ihrem Leben anwenden und sich darüber freuen. Gleichzeitig ist das trotz dieser Erfolge auch eine große Herausforderung. Viele Leute denken, dass Zauberei hinter den guten Erträgen steckt und üben Druck aus, wieder zum alten Anbausystem zurückzukehren.

Worauf freut ihr euch in Sambia wieder am meisten?
Wir freuen uns, dann einfach wieder zu Hause zu sein. Wir freuen uns auf die Einheimischen und unsere Missionarskollegen und die Kinder freuen sich natürlich auf ihre Freunde. Und wir freuen uns darauf, der deutschen Kälte zu entfliehen.

PAPUA-NEUGUINEA. Nach 26 Jahren besuchten Irmgard und Ernst Schülein die Insel, die für viele Jahre ihre Heimat war: Auf Manus fand die Hochzeit der beiden statt und auch ihre Kinder wuchsen dort auf. Die Begegnungen mit ihren ehemaligen Nachbarn, Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern waren von vielen Emotionen begleitet. So schön es für die beiden Missionare war, sich an die vergangenen Tage zu erinnern, müssen sie auch sehen, dass „an vielem Materiellen der Zahn der Zeit nagt.“ Doch auch wenn Materielles vergangen ist, gibt es doch etwas, das die Jahre überstanden hat: „Die Menschen leben mit Jesus und versuchen, ihren Alltag mit Gott zu meistern“.

Es gibt Lebensphasen, in denen wir Gott inständig um etwas bitten: um eine Arbeitsstelle, die Heilung von Krankheit, dass ein Mensch zum Glauben kommt, dass sich der ersehnte Kinderwunsch erfüllt. Aber wie gehen wir damit um, wenn Gott schweigt?

ECUADOR. Erneut haben die Liebenzeller Missionare in Ecuador Hilfsteams in die Erdbebenregion geschickt. Daran beteiligen sich auch mehrere Mitglieder der von der Liebenzeller Mission gegründeten christlichen Gemeinde in Ibarra. Sie packen ihre Autos voll mit Lebensmittel und Wasser und verteilen sie an die Betroffenen.
Die Vereinten Nationen schätzen das Erdbeben in Ecuador als die schwerste Naturkatastrophe in Lateinamerika seit dem Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 ein. Die Zahl der Toten stieg auf über 650. Zehntausende Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Insgesamt wurden mehr als 800 Nachbeben registriert.

Die Liebenzeller Mission hat ein Sonderspendenkonto eingerichtet:
Liebenzeller Mission
IBAN: DE41 6665 0085 0000 0111 00
Sparkasse Pforzheim Calw
Verwendungszweck: Nothilfe Ecuador
Vielen Dank für alle Gebete und alle Unterstützung!