Zur praktisch-kulturellen Vorbereitung auf ihren baldigen Einsatz in Papua-Neuguinea lebten und arbeiteten die Liebenzeller Missionare Katharina und Sebastian Proß die vergangenen vier Monate als Hauseltern im Adam House in Toronto. Das Adam House bietet seit 2002 Flüchtlingen aus aller Welt eine Heimat. Auch wenn ein solch intensives Zusammenleben mit den unterschiedlichsten Nationalitäten herausfordernd sein kann, erlebte das junge Missionarsehepaar, wie Gott die Zeit im Adam-House für viele Flüchtlinge nutzte, um ihnen zu begegnen. So berichten sie von einem syrischen Flüchtling, der mit dem christlichen Glauben zu Beginn nichts zu tun haben wollte. Einige Zeit nachdem er das Adam House verlassen hatte, kam er wieder, weil er sowohl seine Wohnung als auch seine Freundin verloren hatte und hilflos zurückblieb. In dieser Lebenssituation wurde er nun offen für den Glauben. Auch wenn er in Gesprächen betonte, dass seine muslimischen Freunde nichts von seinem Interesse an Jesus Christus mitbekommen sollten, wendete Gott das Blatt, als er gemeinsam mit anderen Flüchtlingen am Karfreitag ein Passionsspiel besuchte. „Als zum Glauben an Jesus aufgerufen wurde, ging er an anderen muslimischen Flüchtlingen vorbei nach vorne und gab sein Leben Jesus“, berichten Katharina und Sebastian Proß.

Rund 2000 Jugendliche kamen am vergangenen Wochenende zum Teenagermissionstreffen ins Monbachtal bei Bad Liebenzell (Nordschwarzwald). Sie trafen sich zum Beten, Feiern und gemeinsam Spaß haben. Sie erlebten Gottesdienste, Actionangebote oder Lobpreiskonzerte. Ein Sponsorenlauf über einen Hindernisparcours durch Wasser, Sand und Matsch war bereits zum neunten Mal der Abschluss der dreitägigen Veranstaltung. Der Erlös des Laufs von rund 18.000 Euro kommt der Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“ in Papua-Neuguinea zugute. Dort werden u.a. kirchlich-soziale Projekte für Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten unterstützt.

Lothar und Tabea Sommer leben seit Ende 2008 in Japan. Ihr Ziel ist es, junge Menschen in Tokio zu erreichen und ihnen von der Liebe Jesu zu erzählen. Zuletzt arbeiteten sie im Projekt „YouFo“ (Youth Focus) mit. Bis Anfang November ist Familie Sommer zum Reisedienst in Deutschland. In dieser Zeit berichten sie in Gemeinden über ihre Arbeit. Wir haben Lothar drei kurze Fragen gestellt:

Was motiviert euch, Missionare in Japan zu sein?
Als ich zwölf Jahre alt war, hat mich ein Missionsvortrag richtig gepackt. Von da an war mir klar, dass es für mich persönlich keinen sinnvolleren Beruf gibt als Missionar.
An Japan motivieren uns die vielen Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Manchmal sehen wir von einem Hochhaus in Tokio die vielen Menschen und Lichter. Und dann denken wir daran, wie schön es wäre, wenn viele Japaner den Gott kennenlernen, der sich persönlich für sie interessiert.

Gibt es eine Begegnung in Japan, die euch besonders bewegt hat?
Es gibt immer wieder Begegnungen, wo Menschen eine Tür in ihr Leben aufmachen. Viele Menschen in Japan sind an Begegnungen und Kontakten interessiert. Oft läuft das über das Internet. So habe ich einen Friseur kennengelernt, der jemanden sucht, der mit ihm Englisch redet und lernt. Im Gegenzug schneidet er einem kostenlos die Haare. Ich wünsche mir, dass aus solchen Kontakten Beziehungen werden, um Menschen zum Glauben an Jesus einzuladen.

Was genießt ihr in Deutschland am meisten?
Natürlich unsere Familien und Freunde. Und deutsche Brötchen und Brezeln.

… unseren Schuldigern. In ihrem Dorfalltag werden Gerhard und Brigitte Stamm immer wieder mit Enttäuschungen, Diebstahl, Betrug oder einfach nur Unzuverlässigkeit konfrontiert. So wurden kürzlich zum Beispiel aus ihrem Ententeich mehrere Enten gestohlen. Um die Bibelschule zu versorgen, brauchen die Missionare das Geld aus der Kleintierhaltung aber dringend. “Man muss immer wieder bereit sein, Menschen, die Fehler gemacht haben, zu vergeben”, schreiben die beiden zu diesem Vorfall. Um immer wieder geduldig vergeben zu können, hilft es ihnen, sich bewusst zu machen, wie oft Gott uns Menschen vergibt: “Wie oft muss er uns – für uns oft auch unbewusst – vergeben und wie unendlich viel mehr Geduld braucht er für uns.”