Interview Hengerer

Albrecht und Annegret Hengerer: Von Frankreich nach Burundi.

Manchmal kommt es anders als man denkt. Die französische Sprache mochte Albrecht Hengerer nicht und war froh, nach dem Abitur nie mehr Französisch sprechen zu müssen. Zusammen mit seiner Frau Annegret war er dann aber 27 Jahre lang als Missionar in der Normandie in Frankreich im Einsatz. Dort haben die beiden evangelische Gemeinden gegründet und Menschen zu einem Leben mit Jesus Christus eingeladen. Viele Jahre lang waren sie Teamleiter der Liebenzeller Missionare in Frankreich. Vor ihrer ersten Ausreise als Missionare hatten sich Annegret und Albrecht eigentlich gesagt: „Wir werden niemals nach Afrika gehen.“ Anfang Juli reisen sie nach Burundi! Das afrikanische Land wird ihr nächster Einsatzort sein. Grund für uns, ihnen drei kurze Fragen zu stellen.

Was werden eure Aufgaben in Burundi sein?
Seelsorge, Schulung, Administration. Mit welchen Schwerpunkten wird sich noch zeigen. Annegret wird sich in der Frauenarbeit engagieren.

Hat euch die Arbeit in Frankreich für die Arbeit in Afrika vorbereitet?
Die letzten vier Jahre arbeiteten wir in der Gemeindegründung in Alençon. 70 Prozent der Menschen in unserer Gemeinde kamen aus Afrika. Auch im Ältestenskreis waren die meisten Personen Afrikaner. Wir konnten ein Gespür dafür entwickeln, wie Menschen aus Afrika denken, handeln, reden. Das hat uns sehr angesprochen. Im Rückblick sagen wir heute: Das hat Gott sehr gut so gefügt.

Was werdet ihr an Frankreich vermissen und worauf freut ihr euch in Burundi?
An Frankreich werden wir natürlich das Baguette vermissen. Und die Frische der Natur. Auch die Lebensart der Franzosen hat uns schon sehr zugesagt. In Burundi freuen wir uns auf die unwahrscheinliche Herzlichkeit der Menschen, die Schönheit des Landes und die enge Zusammenarbeit im Missionarsteam.

Erfrischte Ehen

MALAWI. In Malawi ist die Gesellschaft stark von Scham geprägt. Über Ehen ganz offen zu sprechen, ist zum Beispiel für die Menschen dort ungewohnt. Hier wollen die Liebenzeller Missionare Tobias und Sarah Müller helfen. Sie planen ein jährliches Eheseminar. Mit dabei ist Pastor Kasengwa. Er spricht über das Thema Ehe ganz offen. Viele Ehen haben schon von seinen Einheiten profitiert. „Wir beten auch in diesem Jahr, dass Gott in Ehen wirkt und dass er uns die Teilnehmer schickt, die offen sind, über ihre Ehen nachzudenken und an ihrer Zweisamkeit arbeiten wollen“, berichten Tobias und Sarah Müller.

Die LM ist schon seit 25 Jahren in Malawi aktiv. Familie Müller setzt sich im Dorfentwicklungsprojekt „Ubwenzi“ ein. Dort gibt es u.a. Ernährungsprogramme, einen Kindergarten und eine Schule.