KANADA. Asiatische Studenten lernen in Toronto durch die Liebenzeller Mission Jesus Christus kennen. Das berichtet Jörg Wacker, der im Stadtteil Willowdale in der Gemeindegründungsarbeit tätig ist. Der Liebenzeller Missionar hat an dem naheliegenden Seneca College christliche Gruppen mitgegründet. Mit über 100.000 Studenten ist die Universität eine der größten in der Stadt. Vor allem viele junge Menschen aus Asien (China, Indien, Sri Lanka) studieren dort und um in Kanada Fuß zu fassen. „Durch persönliche Evangelisation und verschiedene Kleingruppen wollen wir ihnen eine neue – geistliche – Heimat geben.“ Jörg Wacker will nun die Arbeit ausweiten. Studenten sollen künftig selbstständig neue Gruppen leiten können. Er möchte außerdem möglichst viele Studenten, die bereits Christen sind, mit ins Boot holen und sie ermutigen, Jesus an ihre Freunde und Mitstudenten weiterzugeben. „Ich bin davon überzeugt, dass Gott eine ganze Generation positiv prägen kann, wenn wir uns ihm zur Verfügung stellen und seine Liebe an die Menschen um uns herum vermitteln.“
Der Liebenzeller Missionar gibt auch durch das Basketballspielen den christlichen Glauben weiter. Dazu leitet er mit einem koreanischen Freund eine Sportgruppe, in der zurzeit fast 20 jüngere Männer aus dem umliegenden Viertel mitspielen. Viele davon sind keine Christen. „Es sind langsam Beziehungen entstanden. Letzte Woche könnte ich ihnen nun direkt von Jesus und dem Evangelium erzählen. Wir sind sehr gespannt, was sich daraus entwickelt und wie Gott weiter wirkt.“

Die Liebenzeller Mission ist seit 1966 in Kanada tätig. In dem Land leben Menschen aus allen Teilen der Welt. In Toronto entstand eine Arbeit mit Einwandern aus Bangladesch. Auch zu persischen, koreanischen, philippinischen, spanischen, burundischen und äthiopischen Gemeinden bestehen Kontakte. Weil Toronto die multikulturellste Stadt der Welt ist, absolvieren die Missionskandidaten der Liebenzeller Mission dort ein mehrmonatiges Trainingsprogramm. Auch die Studierenden der Interkulturellen Theologischen Akademie (ITA) verbringen mehrere Monate im „Liebenzell House“ in Toronto. 2016 startet ein Projekt zu einer Gemeindegründung in Willowdale. Dort leben ungefähr 210.000 Menschen; davon sind rund 90 Prozent Migranten, zum Teil bereits aus der zweiten und dritten Generation.

DEUTSCHLAND. „Ich stand vor der Tür, hörte zu – und ging wieder. Was Sie tun, ist viel wichtiger als das, was ich mache.“ Das sagte ein Arzt in einem Hospiz zu Schwester Hilde Häckel, die dort mit ihrer Veeh-Harfe immer wieder singt. „Dankbar bin ich, dass ich im vergangenen Jahr einigen Menschen erklären durfte, wie sie ihr Leben in Jesu Hände legen können.“ Viel Freude bereitet es ihr, wenn sie mit ihrem Instrument neben dem Hospiz unter anderem in einer Krebstherapie-Klinik, einem Wohnheim für Menschen mit psychischer Behinderung, in Senioren- und Pflegeheimen sowie bei vielen „ganz normalen Besuchen“ singen und spielen darf.

Seit Februar 2014 unterstützt Ruhestandsschwester Hilde Häckel die Gemeindeaufarbeit in Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern). In der 13.000 Einwohner großen Stadt, zu dem das berühmte ostdeutsche Seebad Heiligendamm gehört, bauten Christoph und Inka Scharf innerhalb des Mecklenburgischen Gemeinschaftsverbandes zusammen mit einem engagierten Team vor Ort eine Gemeinde auf. Sie riefen eine evangelistische Jugendarbeit ins Leben und sind auf Straßen und in Schulen aktiv. Das „Haus Gottesfrieden“ bietet den Besucher eine geistliche Heimat.

DEUTSCHLAND. Ein junger Mann fährt mit seinem neuen Fahrrad zum Gebetsabend der „Jungen Kirche Berlin-Treptow (JKB)“, schließt es gewissenhaft ab – und danach ist es gestohlen. Bei über 27.000 jährlich angezeigten geklauten Fahrrädern in der deutschen Hauptstadt leider keine Seltenheit. Nur knapp vier Prozent tauchen wieder auf – also keine Chance, es wieder zubekommen? Nicht so bei Gott! Das hat Jana Kontermann erfahren. Sie leitet den Kinder- und Jugendbereich der JKB, eine missionarische Arbeit der Liebenzeller Mission. Zunächst war sie von Gott enttäuscht, dass er den Diebstahl nicht verhinderte, während der junge Mann betet. Einige Tage später fragte ihre Schwester sie während eines Telefonats: „Hast du schon dafür gebetet, dass Gott das Fahrrad wieder auftauchen lässt? Rechnest du noch mit Gott in deinem Alltag – und dass er noch Wunder tut?“ Jana Kontermann bat daraufhin intensiv Gott um sein Eingreifen: Und dann erhielt der junge Mann plötzlich einen Anruf der Polizei: Er solle umgehend vorbeikommen, sein Fahrrad sei gefunden worden. Die Behörden hatten einen Transporter mit über 20 Fahrrädern gestoppt – darunter war das des jungen Mannes. „Das war mein persönliches Weihnachtswunder“, so Jana Kontermann.

Kirche in einer stark säkularisierten Umgebung dynamisch und lebensnah zu gestalten – aus diesem Traum entstand 2006 die „Junge Kirche Berlin-Treptow“. In der pulsierenden deutschen Hauptstadtmetropole können Menschen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund entdecken, wie kraftvoll und lebendig der christliche Glaube ist. Im Filmpalast Astra feiern die Besucher die wöchentlichen Gottesdienste. Unter der Woche gibt es Angebote für Teenager, Kleingruppen und Schulungen, die helfen, den Glauben mutig zu leben und ihn lebendig in den Großstadtalltag zu transportieren.

TANSANIA. Gott hat Christen nirgends versprochen, dass sie immer von Sorgen verschont bleiben. Aber sie können immer wieder erleben, dass er ihnen zur Seite steht – auch im Dauerregen bei einem Kunsthandwerkermarkt in Tansania. Das haben Markus und Emmi Riegert erfahren. Beim großen Markt in Dar es Salaam hatten sie für „Nuru Workshop“, eine Arbeit mit körperlich behinderten Menschen, zwei Tische reserviert, um Produkte zu verkaufen. Diese hatten die Behinderten hergestellt, die die Liebenzeller Missionare mitbetreuen. „Auf diese Einnahmen sind wir angewiesen, da es im Jahr nur zwei größere Märkte gibt“, berichten Markus und Emmi. Zuvor hat es immer wieder geregnet, obwohl eigentlich die Regenzeit zu Ende war. „So beteten wir für gutes Wetter am Verkaufstag.“ Aber es regnete fast den ganzen Tag. Der Verkaufsstand befand sich unter Zelten, aber ihre Tische standen am tiefsten Punkt. „So sammelte sich das Wasser um uns. In der ersten Stunde kam niemand zu uns, weil wir knöcheltief im Wasser standen.“ Markus Riegert war dann mit seinem Mitarbeiter Apollo fast den ganzen Tag damit beschäftigt, Wasser zur Seite zu schieben, damit die Besucher zu den Tischen kommen konnten. „Zwischendurch kam mir immer mal wieder der Gedanke: Warum, Gott? Es wäre dir doch eine Kleinigkeit, die Regenwolken zur Seite zu schieben.“ Als sie dann am Abend nass und kalt nach Hause kamen und die Einnahmen zählten, „konnten wir nur staunen und Gott danken. Trotz des schlechten Wetters hatten wir gut verkauft.“

Markus und Emmi Riegert sind seit 1997 in Tansania tätig. Zuerst arbeitete er als Pilot für die Partnermission MAF (Mission Aviation Fellowship). Heute ist Markus in einem Missionarskinder-Internat als Hausmeister und Betreuer aktiv. Seine Frau Emmi bringt sich im „Nuru Workshop“ ein, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Durch Backen, Kochen und die Herstellung von Schmuck und Dekoration können die Betreuten ein kleines Gehalt erwirtschaften und müssen nicht zum Betteln auf die Straße gehen.

RENNINGEN / BAD LIEBENZELL / SAMBIA. Von den Weihnachtsbäumen aus dem schwäbischen Renningen profitieren jetzt die Kinder der Amano-Schule in Sambia. Neun Helfer aus der Sportgruppe des CVJM Renningen sammelten gegen Spenden ausgediente Christbäume in ihrem Heimatort. Insgesamt kamen rund 1.000 Euro zusammen, von denen die CVJMler die Hälfte für die Amano-Schule spendeten. Wir sagen ganz herzlichen Dank für die tolle Aktion und die Spende!

An der Amano-Schule bekommen Kinder eine qualifizierte Schulbildung mit internationalem Abschluss. Kinder von Missionaren und sambischen Geschäftsleuten leben und lernen zusammen mit Waisen und benachteiligten Kindern, deren Freiplätze über Schulgelder und Patenschaften finanziert werden.

ECUADOR. Gott schenkt Befreiung. Das hat Missionar Rainer Kröger bei einer Jugendfreizeit erlebt. An einem Abend bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, Gottes Liebe, Vergebung und Fürsorge sichtbar und spürbar zu erfahren. Dabei konnten sie Lasten und Probleme an einer „Klagemauer“ loswerden und Leckereien probieren, um Gottes Güte und Freundlichkeit zu schmecken (Psalm 34). Außerdem erhielten sie auf Wunsch eine angemessene Umarmung (das haben viele noch nie von ihren Eltern empfangen) und einen biblischen Zuspruch. Ebenso beteten die Mitarbeiter für sie. Die Jugendlichen konnten außerdem ihre Gebetsanliegen für Angehörige in Gottes Hände legen. „Die Station am Kreuz – mit der Möglichkeit des Bekennens und der Schuld ans Kreuz nageln – hat manche Herzen geöffnet: Tränen flossen und Schuld wurde bekannt – auch okkulte Praktiken in den Familien. Das hat manchen Mitarbeitern den Schlaf geraubt: „Ich konnte heute Nacht nicht schlafen“, sagte eine Mitarbeiterin. Ein anderer fügte hinzu: „Und ich hatte Alpträume!“. Und doch erlebten sie, wie sich das Thema der Freizeit „Jesus heilt Herzen“ ganz konkret bewahrheitete. Seelische Verletzungen heilten und die Mitarbeiter konnten Hoffnung vermitteln. Entsprechend dekorierten sie ein Herz: umwickelt mit Stacheldraht, der symbolisiert, wie schwer es ist, andere und Gott an sich heranzulassen. Und dass auch wir verletzen, wenn wir verletzt und schuldig sind. Die Mitarbeiter beten nun, dass die Jugendlichen bleibende Befreiung und Heilung durch Jesus erleben.

Die Liebenzeller Mission ist seit 1989 in Ecuador tätig. Die Missionare betreuen Patenschaftsprogramme und Studenten, gründen Gemeinden und schulen einheimische christliche Mitarbeiter. Rainer und Katharina Kröger arbeiten seit 2006 in der Provinzhauptstadt Ibarra und bieten unter anderem Glaubenskurse an, leiten Hauskreise und unterrichten an einer Bibelschule.