SAMBIA. Mit einem Besuch beim Projekt „Mushili – Hilfe zum Leben“ würdigte die deutsche Konsulin in Sambia, Ursula Paltzer (Lusaka), die Arbeit der Liebenzeller Mission in dem afrikanischen Land. Dabei überreichte sie in Mushili ein Schild für die von der deutschen Botschaft mit 4.000 Euro finanzierte Solarpumpe. Auf dem Pumpenhäuschen wird nun auf die „German cooperation – Deutsche Zusammenarbeit“ verwiesen. Mit der solarbetriebenen Pumpe sei man nun unabhängig von den Stromausfällen, die in dem afrikanischen Land öfter auftreten, sagte Missionar Benjamin Wagner. Außerdem spare man Stromkosten ein. Mit dem rund 70 Meter tiefen Bohrloch werden zurzeit wöchentlich rund 5.000 Liter Wasser gefördert. Davon profitieren neben den Missionaren und den einheimischen Mitarbeitern mit deren Familien auch die Sambier in der Umgebung des Projektgeländes in Mushili.

Behördenvertreterin ermutigt zu weiteren Projekten

„Die Konsulin war sehr angetan von unserem Projekt, vor allem auch von unserer Bibliothek, da sie selbst gerne liest“, sagte Benjamin Wagner. Er hatte erfahren, dass die Deutsche Botschaft Projekte von gemeinnützigen Organisationen mit Geldern unterstützt, die direkt den Menschen vor Ort zugutekommen. Ursula Paltzer ermutigte die Verantwortlichen, für das kommende Jahr wieder Geld für einen gemeinnützigen Zweck zu beantragen.

Die Liebenzeller Mission gründete 2003 in Zusammenarbeit mit ihrer Partnerkirche das Projekt „Mushili – Hilfe zum Leben“. In der Stadtrandsiedlung von Ndola, mitten im „Kupfergürtel“ Sambias, leben rund 80.000 Menschen in sehr einfachen Verhältnissen. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Ausbildung in alternativem Feldbau – „Farming God’s Way“. Die Kleinbauern lernen auf Musterfeldern, wie sie durch die Verwendung von Kompost und Mulchen den Ertrag ihrer Felder steigern und ihre Familie besser ernähren können. Gleichzeitig werden biblische Prinzipien gelehrt – zum Beispiel der Wert der Treue. Wer treu den Acker anbaut und pflegt, erzielt auch eine größere Ernte. So konnten die Bauern, die sich an dem landwirtschaftlichen Projekt beteiligen, ihre Erträge um bis zu 50 Prozent steigern. Die Liebenzeller Mission arbeitet seit 1985 in Sambia.

Ausgesandt durch die LM USA begann er zusammen mit seiner Frau Joyce seinen Missionsdienst als Lehrer auf der Insel Palau. Später wurde er Dozent und dann Präsident (Rektor) der Pacific Islands University (PIU).
Die Wurzeln dieser Universität liegen im Micronesian Institute for Biblical Studies (MIBS) und im Pacific Islands Bible College (PIBC), einer theologischen Ausbildungsstätte, die von verschiedenen Missionaren der Liebenzeller Mission International aufgebaut wurden.

David Owen leitete die Universität bis zum Ausbruch seiner Krankheit vor drei Jahren mit Leidenschaft, Fleiß und Vision. Es war seine Lebensaufgabe, das Wort Gottes als richtungsgebende und lebensschaffende Kraft für die Menschen der Region Pazifik werden zu lassen.

Seinem Sohn Michael, der auch als LMI-Missionar an der PIU unterrichtet, gab er vor seinem Tod eine Notiz. Sie enthält folgende Sätze:

„Dave Owen ist jetzt bei seinem Herrn und Retter Jesus Christus … Wir warten auf die Wiederkunft Christi … Wenn ich dich das nächste Mal sehen werde, werde ich einen unsterblichen Leib haben wie Christus auch. Ich sehne diesen Tag herbei, wenn wir alle wieder zusammen sein werden.“  David Owen

Wir beten besonders für seine liebe Frau Joyce, die in gemeinsamer Berufung die vielen Jahre Missionsdienst zusammen mit ihm gelebt hat.
Wir beten für ihre in Mikronesien aufgewachsenen Kinder, mit ihren Familien.
Wir beten für die Leitung und die Studierenden und Dozierenden der Pacific Islands University.

In Trauer, Dankbarkeit und Hoffnung,

Martin Auch
Missionsdirektor, LM Deutschland
Internationaler Koordinator. LM International