Überschwemmungen, hohe Bevölkerungsdichte, große Armut: Darunter leiden besonders die Kinder in Bangladesch. Trotz offizieller Schulpflicht besuchen Millionen von ihnen keine Schule. Im Kinderdorf in Khulna erhalten Kinder aus benachteiligten Familien eine qualifizierte Schulbildung und lernen den Glauben an Jesus Christus kennen. Bitte helfen Sie uns, diesen Kinder eine gute Zukunft zu ermöglichen: www.liebenzell.org/spenden

80.000 Menschen leben in sehr einfachen, teilweise unzumutbaren Verhältnissen in der Stadtrandsiedlung in Ndola, mitten im „Kupfergürtel“ Sambias. Um ihnen zu helfen, gründete die Liebenzeller Mission das Projekt „Mushili – Hilfe zum Leben“. Ein Schwerpunkt bildet die Ausbildung in alternativem Feldbau. Bitte helfen Sie uns, dass dort sowohl der körperliche als auch geistliche Hunger gestillt wird: www.liebenzell.org/spenden

FRANKREICH. Über 320 Besucherinnen und Besucher hörten bei zwei christlichen Musicals in Caen und Le Mans (Normandie) die Frohe Botschaft. 41 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren brachten musikalisch unter „A bout de souffle – außer Atem“ die Geschichte einer Synchronschwimmerin nahe, die durch eine Reinigungskraft zum Glauben an Jesus Christus findet, Vergebung erlebt und diese weitergibt. Dabei wird sie charakterlich völlig verändert. An der Aufführung wirkten auch Jugendliche und Kinder der Gemeinde in Avranches mit, die vom Liebenzeller Missionar Peter Rapp geleitet wird. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger unter anderem von vier christlichen Künstlern, darunter einer Lehrerin, die sich mit Choreografie beschäftigt sowie einer Musicalschreiberin.

Konzert stößt auf positive Resonanz

„Die Teilnehmer, zum Teil auch gemeindeferne Personen, sprach die Botschaft der Vergebung und das, was Jesus für jeden getan hat, sehr stark an“, berichtet Peter Rapp. Sie nahmen auch die hohe künstlerische Qualität wahr. Das war nach sechs Tagen üben, ohne vorher zusammen musiziert, gesungen, getanzt oder Theater gespielt zu haben, eine große Leistung, so Peter Rapp. Tägliche Bibelarbeiten, Spielen im Freien und Erlebnisabende ergänzten das Übungsprogramm. Die Jugendlichen probten jeden Tag zweimal zwei Stunden. Das christliche Freizeitheim, das sie beherbergte, befindet sich in der Nähe von Saint-Malo bei Saint-Lunaire, und existiert bereits seit über 50 Jahre. Gegründet wurde es von einem Missionarsehepaar aus Frankreich, die Pariser Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ermöglichen wollten, günstig Ferien am Meer zu verbringen. Im Sommer werden Segeln, Fahrradfahren, Baden und Wandern angeboten.

Die Liebenzeller Mission ist seit 1987 in Frankreich aktiv und hat dabei in der Normandie mehrere Gemeinden gegründet. Auf rund 30.000 Einwohner kommt dort nur etwa eine Gemeinde, die bis zu 50 Kilometer von der nächsten entfernt liegt. Peter und Sigrun Rapp sind seit 1991 in Frankreich tätig, seit 2012 arbeiten sie in Avranches. Der Liebenzeller Missionar ist auch als evangelischer Gefängnis-Seelsorger im rund 50 Kilometer entfernten Coutances im Einsatz.

SAMBIA. Die Mitarbeiter der Liebenzeller Mission sind tagtäglich gefordert, pragmatische Entscheidungen zu treffen. Und dabei erleben sie immer wieder, wie Gott ihnen hilft – so wie in Sambia. Damit die jugendlichen Mitarbeiterinnen des Projekts in „Mushili – Hilfe zum Leben“ künftig selbst Macadamianüsse ernten können, ziehen sie auf Anregung eines Jugendmitarbeiters solche Bäume nun für sich heran. Damit kommen sie auch nicht mehr in die Versuchung, die Nüsse des Projekts beim Ernten zu essen, durch deren Verkauf die Projektkosten mitfinanziert werden.

In einer Baumschule wachsen nun die Bäume heran. Daneben wird auch Moringa angepflanzt. Die Blätter des Baumes enthalten sehr viele wichtige Nähr- und Mineralstoffe und ergänzen damit die Nahrung der Einheimischen. Die Nusssamen sind bereits aufgegangen und die Moringabäume schon so groß, dass sie in kleine Säcke verpflanzt werden konnten. „Wir hoffen, dass sie in der kommenden Regenzeit in den nächsten Wochen bei den Mädchen daheim gepflanzt werden können. Wir freuen uns sehr über die Eigeninitiative unseres Jugendmitarbeiters, eine Baumschule anzufangen. Es ist toll zu sehen, wie er es geschafft hat, die jungen Frauen mit einzubeziehen und zu begeistern“, sagte Dietmar Brunner. Der Liebenzeller Missionar ist seit 1998 mit seiner Frau Katrin in dem afrikanischen Land tätig. Er vermittelt Kleinbauern unter anderem in landwirtschaftlichen Seminaren, wie man das Wasser „erntet“, dass es im Boden gespeichert und für Pflanzen zugänglich wird. Außerdem zeigt er Bauern, wie man selbst Kompost herstellt.

Die Liebenzeller Mission gründete 2003 in Zusammenarbeit mit ihrer Partnerkirche das Projekt „Mushili – Hilfe zum Leben“. In der Stadtrandsiedlung von Ndola, mitten im „Kupfergürtel“ Sambias, leben rund 80.000 Menschen in sehr einfachen Verhältnissen. Ein Schwerpunkt bildet die Ausbildung in alternativem Feldbau – „Farming God’s Way“. Die Kleinbauern lernen auf Musterfeldern, wie sie durch die Verwendung zum Beispiel von Kompost und Biokohle sowie durch Mulchen den Ertrag ihrer Felder steigern und ihre Familie besser ernähren können. Gleichzeitig werden biblische Prinzipien gelehrt – zum Beispiel der Wert der Treue. Wer treu den Acker anbaut und pflegt, erzielt auch eine größere Ernte. So konnten viele Kleinbauern, die sich an dem landwirtschaftlichen Projekt beteiligen, ihre Erträge um 50 Prozent steigern. Dietmar Brunner ist auch in der Autowerkstatt und bei Bauprojekten tätig. Seine Frau Katrin arbeitet unter anderem in der Frauenstunde mit.

SPANIEN. Christen haben einen Gott, der täglich ganz praktisch hilft – sogar beim Putzen. Das hat Manuela in der spanischen Tourismushochburg Peñíscola bei Valencia erlebt. Die kleine Stadt direkt am Mittelmeer zählt normalerweise 8.000 Einwohner. Im Juli und August kommen jedoch über 140.000 Touristen in den Ort. Mitten am Tag ist es heiß, die Sonne knallt herunter und die Menschen flüchten in Restaurants und Hotels – oder in einen der zwei Supermärkte, welche diese Menschenmassen mit Lebensmitteln versorgen. Mit nassen Sandalen schleppen sie den Sand vom Meer und den Straßendreck direkt in den Supermarkt. Viele haben ihr Kind samt Sandeimer im Schlepptau. Es ist leicht vorstellbar, wie verschmutzt der Supermarkt um 15 Uhr aussieht.

Ein Horror für jede Reinigungskraft

Für Manuela ist das der Sommer-Horror. In den vergangenen Jahren musste sie morgens und zusätzlich jeden zweiten Nachmittag einmal komplett durch den Laden wischen. Eine Kollegin ermöglichte ihr bislang, dass sie nicht jeden Nachmittag putzen musste. Doch diesen Sommer war sie alleine. Zwei Monate lang drängte sie sich jeden Nachmittag durch Menschenmassen und wischte hinterher. Doch das war nicht alles: Zur gleichen Zeit füllt eigentlich auch das Ladenpersonal die Regale auf. So standen außer Kunden auch Boxen, Kartons und Paletten im Weg. Lebensmittel fielen zudem beim Auffüllen herunter und verschmutzen den Fußboden zusätzlich. Ein absolutes Horrorszenario für Manuela.
„Wie soll ich das nur schaffen?“, seufzte sie beim wöchentlichen Gebetstreffen unter der Leitung des Liebenzeller Missionars Daniel Suchalla, der mit seiner Familie seit September 2015 in Spanien arbeitet. Kündigen ist für sie keine Option, denn eine Festanstellung wie diese ist in der Region fast unmöglich zu finden. Zusammen mit den Christen aus dem Nachbarort Benicarló beteten sie für die Situation – und erlebten dann, wie Gott konkret hilft: „Ich bin am Montag zur Arbeit gegangen und konnte es nicht fassen: keine Paletten weit und breit, niemand, der die Regale auffüllt und keine Kisten, die im Weg standen.“ Sie putzte schnell durch den Supermarkt. Dabei fragte sie sich, ob sie zur falschen Uhrzeit gekommen sei. Es lief hervorragend, trotz vieler Kunden. Als Manuela fertig war, hakte sie bei einer Kassiererin nach, warum denn keiner die Regale auffüllte. Sie erklärte ihr, dass die Chefin die Auffüllaktion eine Stunde nach hinten verschoben hatte, damit Manuela beim Putzen ungehindert durch die Gänge kommt. „Gott ist gut. In allem Chaos hört Gott unsere Gebete!“, so Daniel Suchalla.

Daniel und Rosita Suchalla unterstützen seit 2015 die Gemeinde Punto de Encuentro in Benicarló durch Jüngerschaftskurse und Evangelisation der umliegenden Orte. Sie wohnen im Nachbarort Peñíscola und leiten dort unter anderem wöchentlich einen Hauskreis, organisieren evangelistische Veranstaltungen und engagieren sich in der Gemeinwesenarbeit. In der Stadt herrscht eine große Arbeitslosigkeit, gerade unter Jugendlichen. Viele hoch ausgebildete Menschen arbeiten in irgendwelchen Jobs, um sich über Wasser zu halten. Im Winter hat Peñíscola rund 8.000 Einwohner, im Sommer durch den Tourismus 150.000. So versuchen viele Einwohner in diesen Monaten, so viel zu verdienen, dass sie auch über den Winter kommen. Fast 40 Prozent der Einwohner sind Ausländer.