ECUADOR. Zwei Monate nach dem Erdbeben in Ecuador läuft die humanitäre Hilfe auf vollen Touren. Es ist bemerkenswert, wie Ecuador als Nation zusammensteht und sich solidarisch zeigt. Viele Einrichtungen schicken Versorgungspakete mit Wasser, Medizin, Lebensmittel, Kleidung und Mückenspray an die Küste. Doch die Menschen brauchen nicht nur praktische Hilfe, sondern auch seelischen Beistand. Für viele von ihnen, die neben Hab und Gut auch Angehörige verloren haben, gilt es, das Trauma vom Erdbeben zu verarbeiten.

Vergangene Woche fuhr ich mit einigen Personen aus anderen lokalen Gemeinden nach Pedernales in die Region Manabí (sechs Stunden entfernt von meinem Einsatzort Cotacachi), um die betroffenen Menschen in ihren Häusern zu besuchen, ihnen zuzuhören, in ihrer Trauer und Angst beizustehen und sie mit Gottes Wort zu trösten. Viele Betroffene suchen Halt in Gott und haben Jesus in diesen Tagen als ihren persönlichen Erlöser angenommen. Bei einem evangelistischen Einsatz im Gymnasium und im Park haben wir den vorbeigehenden Menschen kostenlose Umarmungen angeboten und Johannesevangelien verteilt.

Wir haben wiedereröffnete Werkstätten besucht, um herauszufinden, welche Werkzeuge ihnen fehlen, um sie bei unserem nächsten Besuch für sie mitzunehmen. Gemeinsam mit den Pastoren der evangelischen Allianzgemeinde vor Ort haben wir ein abgelegnes Dorf besucht, was man nicht mit dem Auto erreichen kann. Dort haben wir ein Programm für Kinder durchgeführt und kleine Geschenke verteilt. Die Menschen in den betroffenen Regionen leiden derzeit an hohem Fieber, schweren Durchfallerkrankungen und es gibt immer wieder Nachbeben. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Allianz und den lokalen Gemeinden sehen wir die Notwendigkeit, eine langanhaltende Hilfe durch regelmäßige Einsatzgruppen anzubieten.

Vielen Dank für alle Gebete und alle Unterstützung für die Menschen in den betroffenen Gebieten!

Ramona Rudolp­h, Ecuador

ECUADOR. Erneut haben die Liebenzeller Missionare in Ecuador Hilfsteams in die Erdbebenregion geschickt. Daran beteiligen sich auch mehrere Mitglieder der von der Liebenzeller Mission gegründeten christlichen Gemeinde in Ibarra. Sie packen ihre Autos voll mit Lebensmittel und Wasser und verteilen sie an die Betroffenen.
Die Vereinten Nationen schätzen das Erdbeben in Ecuador als die schwerste Naturkatastrophe in Lateinamerika seit dem Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 ein. Die Zahl der Toten stieg auf über 650. Zehntausende Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Insgesamt wurden mehr als 800 Nachbeben registriert.

Die Liebenzeller Mission hat ein Sonderspendenkonto eingerichtet:
Liebenzeller Mission
IBAN: DE41 6665 0085 0000 0111 00
Sparkasse Pforzheim Calw
Verwendungszweck: Nothilfe Ecuador
Vielen Dank für alle Gebete und alle Unterstützung!