JAPAN. Die Freude war groß, als endlich das neue Kirchengebäude fertig renoviert und eingeweiht wurde. Die Missionare Irene und Thomas Beck blicken auf die Kauf- und Renovierungsphase zurück und erkennen in vielen Schritten Gottes Handeln: „Es ist einfach erstaunlich, wie Gott gewirkt hat und wir nun in zentraler Lage und gut sichtbar von Bahn und Bus, zudem mit mehreren Parkplätzen ein einladendes Gemeindehaus mitten in Tokaichiba bekommen haben.“ Das neue Gebäude zieht auch neue Leute an: Ein Mann aus der Nachbarschaft war schon länger beeindruckt von der Atmosphäre der Gemeinde, die er immer wahrnahm, wenn er ab und zu die Versammlungen durch die Fenster des alten Gebäudes beobachtete. Das neue Gebäude ist in seiner direkten Nachbarschaft und so kam er zur Einweihungsfeier. Seither besucht er regelmäßig die Versammlungen, ist voller Fragen zur Bibel und möchte Gott besser kennenlernen.

Lothar und Tabea Sommer leben seit Ende 2008 in Japan. Ihr Ziel ist es, junge Menschen in Tokio zu erreichen und ihnen von der Liebe Jesu zu erzählen. Zuletzt arbeiteten sie im Projekt „YouFo“ (Youth Focus) mit. Bis Anfang November ist Familie Sommer zum Reisedienst in Deutschland. In dieser Zeit berichten sie in Gemeinden über ihre Arbeit. Wir haben Lothar drei kurze Fragen gestellt:

Was motiviert euch, Missionare in Japan zu sein?
Als ich zwölf Jahre alt war, hat mich ein Missionsvortrag richtig gepackt. Von da an war mir klar, dass es für mich persönlich keinen sinnvolleren Beruf gibt als Missionar.
An Japan motivieren uns die vielen Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Manchmal sehen wir von einem Hochhaus in Tokio die vielen Menschen und Lichter. Und dann denken wir daran, wie schön es wäre, wenn viele Japaner den Gott kennenlernen, der sich persönlich für sie interessiert.

Gibt es eine Begegnung in Japan, die euch besonders bewegt hat?
Es gibt immer wieder Begegnungen, wo Menschen eine Tür in ihr Leben aufmachen. Viele Menschen in Japan sind an Begegnungen und Kontakten interessiert. Oft läuft das über das Internet. So habe ich einen Friseur kennengelernt, der jemanden sucht, der mit ihm Englisch redet und lernt. Im Gegenzug schneidet er einem kostenlos die Haare. Ich wünsche mir, dass aus solchen Kontakten Beziehungen werden, um Menschen zum Glauben an Jesus einzuladen.

Was genießt ihr in Deutschland am meisten?
Natürlich unsere Familien und Freunde. Und deutsche Brötchen und Brezeln.