DEUTSCHLAND. Ein junger Mann fährt mit seinem neuen Fahrrad zum Gebetsabend der „Jungen Kirche Berlin-Treptow (JKB)“, schließt es gewissenhaft ab – und danach ist es gestohlen. Bei über 27.000 jährlich angezeigten geklauten Fahrrädern in der deutschen Hauptstadt leider keine Seltenheit. Nur knapp vier Prozent tauchen wieder auf – also keine Chance, es wieder zubekommen? Nicht so bei Gott! Das hat Jana Kontermann erfahren. Sie leitet den Kinder- und Jugendbereich der JKB, eine missionarische Arbeit der Liebenzeller Mission. Zunächst war sie von Gott enttäuscht, dass er den Diebstahl nicht verhinderte, während der junge Mann betet. Einige Tage später fragte ihre Schwester sie während eines Telefonats: „Hast du schon dafür gebetet, dass Gott das Fahrrad wieder auftauchen lässt? Rechnest du noch mit Gott in deinem Alltag – und dass er noch Wunder tut?“ Jana Kontermann bat daraufhin intensiv Gott um sein Eingreifen: Und dann erhielt der junge Mann plötzlich einen Anruf der Polizei: Er solle umgehend vorbeikommen, sein Fahrrad sei gefunden worden. Die Behörden hatten einen Transporter mit über 20 Fahrrädern gestoppt – darunter war das des jungen Mannes. „Das war mein persönliches Weihnachtswunder“, so Jana Kontermann.

Kirche in einer stark säkularisierten Umgebung dynamisch und lebensnah zu gestalten – aus diesem Traum entstand 2006 die „Junge Kirche Berlin-Treptow“. In der pulsierenden deutschen Hauptstadtmetropole können Menschen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund entdecken, wie kraftvoll und lebendig der christliche Glaube ist. Im Filmpalast Astra feiern die Besucher die wöchentlichen Gottesdienste. Unter der Woche gibt es Angebote für Teenager, Kleingruppen und Schulungen, die helfen, den Glauben mutig zu leben und ihn lebendig in den Großstadtalltag zu transportieren.

TANSANIA. Gott hat Christen nirgends versprochen, dass sie immer von Sorgen verschont bleiben. Aber sie können immer wieder erleben, dass er ihnen zur Seite steht – auch im Dauerregen bei einem Kunsthandwerkermarkt in Tansania. Das haben Markus und Emmi Riegert erfahren. Beim großen Markt in Dar es Salaam hatten sie für „Nuru Workshop“, eine Arbeit mit körperlich behinderten Menschen, zwei Tische reserviert, um Produkte zu verkaufen. Diese hatten die Behinderten hergestellt, die die Liebenzeller Missionare mitbetreuen. „Auf diese Einnahmen sind wir angewiesen, da es im Jahr nur zwei größere Märkte gibt“, berichten Markus und Emmi. Zuvor hat es immer wieder geregnet, obwohl eigentlich die Regenzeit zu Ende war. „So beteten wir für gutes Wetter am Verkaufstag.“ Aber es regnete fast den ganzen Tag. Der Verkaufsstand befand sich unter Zelten, aber ihre Tische standen am tiefsten Punkt. „So sammelte sich das Wasser um uns. In der ersten Stunde kam niemand zu uns, weil wir knöcheltief im Wasser standen.“ Markus Riegert war dann mit seinem Mitarbeiter Apollo fast den ganzen Tag damit beschäftigt, Wasser zur Seite zu schieben, damit die Besucher zu den Tischen kommen konnten. „Zwischendurch kam mir immer mal wieder der Gedanke: Warum, Gott? Es wäre dir doch eine Kleinigkeit, die Regenwolken zur Seite zu schieben.“ Als sie dann am Abend nass und kalt nach Hause kamen und die Einnahmen zählten, „konnten wir nur staunen und Gott danken. Trotz des schlechten Wetters hatten wir gut verkauft.“

Markus und Emmi Riegert sind seit 1997 in Tansania tätig. Zuerst arbeitete er als Pilot für die Partnermission MAF (Mission Aviation Fellowship). Heute ist Markus in einem Missionarskinder-Internat als Hausmeister und Betreuer aktiv. Seine Frau Emmi bringt sich im „Nuru Workshop“ ein, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Durch Backen, Kochen und die Herstellung von Schmuck und Dekoration können die Betreuten ein kleines Gehalt erwirtschaften und müssen nicht zum Betteln auf die Straße gehen.

RENNINGEN / BAD LIEBENZELL / SAMBIA. Von den Weihnachtsbäumen aus dem schwäbischen Renningen profitieren jetzt die Kinder der Amano-Schule in Sambia. Neun Helfer aus der Sportgruppe des CVJM Renningen sammelten gegen Spenden ausgediente Christbäume in ihrem Heimatort. Insgesamt kamen rund 1.000 Euro zusammen, von denen die CVJMler die Hälfte für die Amano-Schule spendeten. Wir sagen ganz herzlichen Dank für die tolle Aktion und die Spende!

An der Amano-Schule bekommen Kinder eine qualifizierte Schulbildung mit internationalem Abschluss. Kinder von Missionaren und sambischen Geschäftsleuten leben und lernen zusammen mit Waisen und benachteiligten Kindern, deren Freiplätze über Schulgelder und Patenschaften finanziert werden.

ECUADOR. Gott schenkt Befreiung. Das hat Missionar Rainer Kröger bei einer Jugendfreizeit erlebt. An einem Abend bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, Gottes Liebe, Vergebung und Fürsorge sichtbar und spürbar zu erfahren. Dabei konnten sie Lasten und Probleme an einer „Klagemauer“ loswerden und Leckereien probieren, um Gottes Güte und Freundlichkeit zu schmecken (Psalm 34). Außerdem erhielten sie auf Wunsch eine angemessene Umarmung (das haben viele noch nie von ihren Eltern empfangen) und einen biblischen Zuspruch. Ebenso beteten die Mitarbeiter für sie. Die Jugendlichen konnten außerdem ihre Gebetsanliegen für Angehörige in Gottes Hände legen. „Die Station am Kreuz – mit der Möglichkeit des Bekennens und der Schuld ans Kreuz nageln – hat manche Herzen geöffnet: Tränen flossen und Schuld wurde bekannt – auch okkulte Praktiken in den Familien. Das hat manchen Mitarbeitern den Schlaf geraubt: „Ich konnte heute Nacht nicht schlafen“, sagte eine Mitarbeiterin. Ein anderer fügte hinzu: „Und ich hatte Alpträume!“. Und doch erlebten sie, wie sich das Thema der Freizeit „Jesus heilt Herzen“ ganz konkret bewahrheitete. Seelische Verletzungen heilten und die Mitarbeiter konnten Hoffnung vermitteln. Entsprechend dekorierten sie ein Herz: umwickelt mit Stacheldraht, der symbolisiert, wie schwer es ist, andere und Gott an sich heranzulassen. Und dass auch wir verletzen, wenn wir verletzt und schuldig sind. Die Mitarbeiter beten nun, dass die Jugendlichen bleibende Befreiung und Heilung durch Jesus erleben.

Die Liebenzeller Mission ist seit 1989 in Ecuador tätig. Die Missionare betreuen Patenschaftsprogramme und Studenten, gründen Gemeinden und schulen einheimische christliche Mitarbeiter. Rainer und Katharina Kröger arbeiten seit 2006 in der Provinzhauptstadt Ibarra und bieten unter anderem Glaubenskurse an, leiten Hauskreise und unterrichten an einer Bibelschule.

WART. Eine absolut gelungene Aktion hat sich die Mädchenjungschar aus Altensteig-Wart (Landkreis Calw) ausgedacht. Im Sommer war Missionarin Ina Schütte aus Burundi zu Besuch in der Jungschar und berichtete aus ihrer Arbeit. Dieser Besuch hat die Mädchen beeindruckt. „Sie wollten irgendwie helfen“, erzählt Kristina Ziegler, die als Jugendreferentin im Liebenzeller Gemeinschaftsverband in Wart im Einsatz ist. „Wir haben uns dann überlegt, wie wir gemeinsam Geld sammeln könnten.“ Unterstützung bekam die Mädchenjungschar vom Hofladen Schlayer aus Bondorf (www.hof-schlayer.de). „Sie haben uns unglaublich viel Gemüse geschenkt, was wir dann gegen eine Spende verteilt haben“, erzählt Kristina Ziegler. Auch die Bubenjungschar half eine Woche später mit und verteilte Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl und Karotten.

Insgesamt kamen rund 700 Euro zusammen, die unserer Missionsarbeit in Burundi zugute kommen. „Die Mädels waren richtig begeistert und wollen so eine Aktion nächstes Jahr wieder machen“, zieht Kristina Ziegler ein positives Fazit.

Begeistert sind auch wir über diese klasse Aktion. Ganz herzlichen Dank den Jungscharen und dem Hofladen für die geniale Unterstützung!

ECUADOR. Mit einem extra geschriebenen Weihnachtsmusical bringen Mitarbeiter der Liebenzeller Mission Menschen in Ecuador, die noch nie etwas von Jesus Christus gehört haben, das Evangelium nahe. Zurzeit finden viele Aufführungen in vielen Dörfern rund um Ibarra statt, berichtet Anna Kabelka, die zurzeit einen impact-Kurzeinsatz in Ecuador absolviert: „Auch wenn es nicht kalt ist oder gar Schnee liegt oder es nicht so tolle Weihnachtsmärkte, Punsch und leckere Weihnachtsplätzle wie in Deutschland gibt, wird auch hier Weihnachten gefeiert.“ Die Abiturientin hat zusammen mit einem Team ein Weihnachtsmusical mit dem Thema „Jesus, das Licht der Welt“, verfasst. Darin erzählen und singen sie, wie ein kleines Mädchen ihrer Mutter erklärt, warum wir Weihnachten feiern: „Jesus ist als Licht auf die Welt gekommen, um uns zu erlösen! Doch nicht nur dadurch war er ein Licht, sondern auch durch sein Handeln, seine Wunder und vieles mehr.“ Die Christen wollen mit dem Musical aufzeigen, wer Jesus ist, dass er für jeden Licht sein möchte und auch jeder wiederum Licht für Gott sein kann. „Mir macht es sehr viel Spaß und ich freue mich, vor allem in Dörfern das Musical aufzuführen, in welchem noch nie etwas von Jesus erzählt wurde“, so Anna Kabelka.

Die Liebenzeller Mission ist seit 1989 in Ecuador tätig. Die Missionare betreuen Patenschaftsprogramme und Studenten, gründen Gemeinden und schulen einheimische christliche Mitarbeiter. Anna Kabelka unterstützt im Rahmen des Kurzzeiteinsatzprogramms „impact“ zusammen mit sieben anderen jungen Erwachsenen die Kinder- und Jugendarbeit.

MALAWI. „Die ganze Nacht wurde gesungen, getanzt und gebetet.“ Das erlebte Missionar Tobias Müller bei einer Evangelisation in Malawi, bei der er zwei Predigten hielt. Dabei fanden viele Malawier zum Glauben. Bei der Veranstaltung erlebten die Organisatoren auch eine Gebetserhörung, als es zu Beginn regnete: „Wir haben alle gebetet, dass der Regen bald aufhört und der Boden schnell abtrocknet, damit die Veranstaltung nicht in Wasser fällt. Gott sei Dank verlief alles bestens, die Veranstaltung konnte mit etwas Verspätung stattfinden“, so Tobias Müller. Die Evangelisation begann am Freitag und endete am Sonntag mit einem gemeinsamen Gottesdienst. „Darüber hinaus wurden Unterstände mit Planen, Gras und Bäumen gebaut – ein Schutz vor Sonne und Regen“, berichtet der Missionar. Auch der Ortsvorsteher nahm an der Veranstaltung teil. Er eröffnete die Evangelisation mit einem Grußwort. „Es ist sehr wichtig, die Ortsvorsteher als ‚Besitzer des Dorfes‘ – wie man das in der Landessprache Chichewa sagt – einzuladen und sie von Veranstaltungen jeder Art, die im Ort stattfinden, wissen zu lassen“, erzählt Tobias Müller. Er verwies in seinen Predigten darauf, dass Jesus seinen Nachfolgern ewiges Leben schenkt. Deshalb lohne es sich, ein Leben mit Jesus zu beginnen und wie sein Jünger Petrus ein Menschenfischer zu sein. Denn es gebe noch viele Menschen, die Jesus nicht kennen würden. Auch für Essen war gesorgt.

„Uns hat diese Einheit und die Gemeinschaft sehr imponiert. Menschen haben sich neu auf Jesus eingelassen oder ihrer Beziehung zu ihm wurde neu entfacht.“ Die Gemeinde plant nun auf Anregung des Missionars einen Jüngerschaftskurs, damit „im übertragenen Sinne nicht nur Bäume gepflanzt, sondern auch bewässert werden“, so Tobias Müller: „Wir freuen uns, am Reich Gottes in Malawi mitarbeiten zu können.“

Die Liebenzeller Mission ist seit 1992 in Malawi tätig. Zwölf Missionare arbeiten unter Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie unterstützen landwirtschaftliche Projekte, engagieren sich im Gesundheitswesen und bohren Brunnen. Außerdem bauten sie ein theologisches-handwerkliches Ausbildungszentrum für Gemeindeverantwortliche auf und betreiben einen Radiosender. Tobias und Sarah Müller arbeiten seit 2011 in dem Land, seit 2018 wohnen sie in Zomba. Dort sind sie für die Schulungsarbeit der Pastoren der einheimischen Partnerkirche zuständig. Außerdem betreuen sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurzzeiteinsatzprogramms „impact“ der Liebenzeller Mission in Malawi.

FRANKREICH. Auch in Frankreich gedachte man am Volkstrauertag den Opfern der beiden Weltkriege. Im Mittelpunkt stand dieses Jahr die Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Die Gedenkfeier auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Huisnes-sur-Mer (Normandie) organisierte der deutscher Missionar Peter Rapp maßgeblich mit. Dabei las er auch einen Psalm und sprach ein Gebet. An der Feier nahmen neben hochrangigen Vertretern des lokalen Militärs und der örtlichen Behörden auch Schüler aus Frankreich und Deutschland teil.
Im vergangenen Jahr hatte Rapp erstmalig die Gedenkfeier vorbereitet, zusammen mit der Deutschen Botschaft in Paris, dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und den hiesigen Lehrern, die ihn kennen und schätzen. Diese Feier enthält von ihrer Ursprungsidee auch eine geistliche Ansprache und Gebet. „2017 ich war als einziger kirchlicher Vertreter dabei“, sagte Rapp, der seit 1991 mit seiner Frau Sigrun in Frankreich unter anderem christliche Gemeinden gründet. In diesem Jahr wollte er die Gedenkfeier auch im geistlichen Bereich auf breitere Basis stellen. Dazu lud er einen befreundeten katholischen Priester ein, der in der Nähe der Gedenkstätte wohnt. Zusammen übernahmen sie die Schriftlesung, die geistliche Ansprache und das Gebet. Dabei erinnerte Rapp in seinem Gebet dabei daran, dass Gott die Versöhnung der Völker ermögliche. Er habe durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes Jesu die Menschen mit ihm versöhnt.

Gedenkfeier bringt Menschen zusammen
Rapp ist sehr dankbar, dass er an den Gedenkveranstaltung mitwirken konnte: „Ich erlebe, dass durch die Vorbereitungen und der Durchführung Verbindungen zwischen Menschen aufgebaut werden, die sich vorher nicht kannten. Eines der Vorbereitungstreffen fand in unserem neuen Gemeindesaal statt.“ Nach der Zeremonie konnte er beim Umtrunk auch mit führenden Militärangehörigen und Behördenvertretern sprechen. Die Beteiligung von Rapp wurde sehr geschätzt. So wurde er gebeten, im Kreis mitzuarbeiten, der die Gedenkfeierlichkeiten zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges im nächsten Jahr vorbereitet.

DEUTSCHLAND. Junge Menschen, die dem christlichen Glauben fernstehen, lassen sich nur schwer zu christlichen Veranstaltungen einladen. Eine ungewöhnliche Idee hatte nun die Junge Kirche Berlin-Treptow (JKB), eine missionarische Arbeit der Liebenzeller Mission: Sie lud zusammen mit der evangelischen Gemeindearbeit Oderin in Brandenburg zu einem Freiluft-Gottesdienst ein – mit Freibier. An den Vorbereitungen beteiligten sich auch viele Bürger aus Oderin, die bis dahin keinen Kontakt zu Kirche hatten, berichtet Dirk Farr. Er engagiert sich seit 2006 mit seiner Frau Angelika in Berlin in der missionarischen Gemeindeaufbauarbeit.

Bei dem Gottesdienst mit über 100 Besuchern trat eine Band aus Berlin auf. Der Evangelist und Gemeindegründer der Liebenzeller Mission, Jan Edler (Frankfurt), predigte über „Jesus, was ist das denn für ein Typ?“. Dabei zeigte der Theologe auf, wie Gottes Sohn das Leben jedes Menschen zum Guten verändern kann und er Sinn und Hoffnung gebe. Die JKB-Mitarbeiterin Jana Kontermann berichtete, wie Gott ihr Leben veränderte. Niemand dachte je, dass aus ihr etwas werden würde. Aus der schüchternen, ehemaligen Hauptschülerin sei eine Frau geworden, die in einer Leitungsposition nun arbeite und es liebe, auf der Bühne zu stehen. Im Anschluss gab es für die Gäste Freibier und Gegrilltes, Kaffee und Kuchen. Parallel gab es für Kinder ein gesondertes Programm.
Laut Dirk Farr stieß das ungewöhnliche Angebot auf positive Reaktionen: „Viele waren begeistert, dass man Gottesdienst so mit moderner Musik und lebensnaher Predigt feiern und erleben kann.“ Es lohne sich, Gott zu vertrauen und in persönliche Beziehungen investieren, so der Theologe. „Es war herrlich zu sehen, wie gewinnend ein Gottesdienst sein kann, wenn Jesus im Zentrum steht und er gleichzeitig nah bei den Menschen ist.“

Nun planen die Verantwortlichen einen weiteren Gottesdienst in ähnlicher Form. Weiterhin gibt es einmal im Monat eine offene Bibelgruppe, in der die Teilnehmer gemeinsam in der Bibel lesen und sich darüber austauschen.

Seit letztem Jahr bin ich für das Projekt „BAHO – Hilfe für benachteiligte Kinder und Familien“ in Burundi zuständig. Nach meinem Heimataufenthalt kam ich im Juni 2018 zurück nach Afrika.

Während des Sommers besuchte ich jede der sieben Gemeinden, mit denen wir im BAHO-Projekt zusammenarbeiten. Ich wollte sie besser kennenlernen und mit den Mitarbeitern eine Bestandsaufnahme machen. Dabei stellte ich fest, dass viele BAHO-Gruppen sehr innovativ sind und viele Ideen haben, aber Schulungs-Material oder die Mittel oft fehlen.
Ich fragte mich, wie wir ihnen helfen könnten. Im September kam eine Freundin auf mich zu, die bei der afrikanischen Organisation „HigherLife“ hier in Burundi arbeitet. Sie geben Stipendien für Schulgelder an bedürftige Kinder aus. Meine Freundin erklärte mir, dass ihr Team jedes Jahr eine „Dankesaktion“ macht und mit eigenen Geldern bedürftige Kinder und Familien unterstützt und damit ein Segen sein wollen. Sie bat mich, ob ich ihr aufschreiben könnte, was wir bei BAHO machen, denn sie wollte vorschlagen, dass ihr Team einer unserer BAHO-Gruppen helfen könnte.

Ende Oktober hörte ich dann wieder von ihr. Ihr Team hatte entschieden, unsere Gruppe in Gatumba (nahe der kongolesischen Grenze) zu unterstützen. Wir planten ihren Besuch für den 10. November. Drei Tage vorher rief sie mich aufgeregt an und erzählte mir, dass auch der große Telefonanbieter „Econet-Leo“ davon gehört hatte und anfragte, ob dieser auch ein Team zu unserer Gruppe schicken könnte. Am 10. November fuhren wir mit mehreren Autos frühmorgens los Richtung Gatumba.
Als wir dort ankamen, war der Raum, in dem die Feier stattfinden sollte, schon schön dekoriert und die Kinder warteten aufgeregt, dass es losging. Sie begrüßten uns fröhlich mit Liedern in der Landessprache „Kirundi“, während wir noch unsere mitgebrachten Geschenke aus den Autos entluden.

Nach der offiziellen Begrüßung des Pastors präsentierten uns die Kinder einstudierte Tänze und ein kleines Theaterstück. Nun gab es die offizielle Überreichung der Geschenke an den Pastor und die BAHO-Verantwortlichen von Gatumba. Als die Kinder sahen, dass unter den Geschenken auch Fußbälle, Trikots für die Jungs und traditionelle Stoffe für die Mädchen waren, gab es aufgeregte und freudige Zwischenrufe von den Kindern. Man konnte ihnen förmlich ihre Aufregung und Freude abspüren.
So lange schon hatte die Fußballgruppe ohne einen Ball trainiert und nun kam endlich die große Überraschung und Antwort auf ihre Kindergebete.

Doch das Team war nicht nur gekommen, um den Kindern Geschenke zu überreichen, sondern auch um sie besser kennenzulernen und Zeit mit ihnen zu verbringen. So gab es Snacks und eine Limo für alle und einige gemeinsame Gruppenspiele, die allen viel Freude bereitete.

Als das Team hörte, dass einer unserer Jungs Vollwaise ist, waren sie bewegt und entschieden, sich von nun an alle seine Schulkosten zu übernehmen. Da war auch die Überraschung bei uns als BAHO-Team groß. Mit so etwas hatten wir nicht gerechnet.

Wir sind sehr dankbar für diesen Tag und den Segen, den Gott diesen Kindern durch das Team von „HigherLife“ und „Econet-Leo“ gebracht hat.

Ich staune immer wieder, welche Möglichkeiten Gott hat und wie er unterschiedliche Menschen und Beziehungen nutzt, um das Leben von unseren BAHO-Kindern zu verändern.
Es ist wunderbar, sehen zu dürfen, wie Gott sich um diese Kinder sorgt und Möglichkeiten hat, um ihnen eine Freude zu machen.
Mein persönliches Highlight war, dass Burundier Burundiern halfen.