TANSANIA. Gott hat Christen nirgends versprochen, dass sie immer von Sorgen verschont bleiben. Aber sie können immer wieder erleben, dass er ihnen zur Seite steht – auch im Dauerregen bei einem Kunsthandwerkermarkt in Tansania. Das haben Markus und Emmi Riegert erfahren. Beim großen Markt in Dar es Salaam hatten sie für „Nuru Workshop“, eine Arbeit mit körperlich behinderten Menschen, zwei Tische reserviert, um Produkte zu verkaufen. Diese hatten die Behinderten hergestellt, die die Liebenzeller Missionare mitbetreuen. „Auf diese Einnahmen sind wir angewiesen, da es im Jahr nur zwei größere Märkte gibt“, berichten Markus und Emmi. Zuvor hat es immer wieder geregnet, obwohl eigentlich die Regenzeit zu Ende war. „So beteten wir für gutes Wetter am Verkaufstag.“ Aber es regnete fast den ganzen Tag. Der Verkaufsstand befand sich unter Zelten, aber ihre Tische standen am tiefsten Punkt. „So sammelte sich das Wasser um uns. In der ersten Stunde kam niemand zu uns, weil wir knöcheltief im Wasser standen.“ Markus Riegert war dann mit seinem Mitarbeiter Apollo fast den ganzen Tag damit beschäftigt, Wasser zur Seite zu schieben, damit die Besucher zu den Tischen kommen konnten. „Zwischendurch kam mir immer mal wieder der Gedanke: Warum, Gott? Es wäre dir doch eine Kleinigkeit, die Regenwolken zur Seite zu schieben.“ Als sie dann am Abend nass und kalt nach Hause kamen und die Einnahmen zählten, „konnten wir nur staunen und Gott danken. Trotz des schlechten Wetters hatten wir gut verkauft.“

Markus und Emmi Riegert sind seit 1997 in Tansania tätig. Zuerst arbeitete er als Pilot für die Partnermission MAF (Mission Aviation Fellowship). Heute ist Markus in einem Missionarskinder-Internat als Hausmeister und Betreuer aktiv. Seine Frau Emmi bringt sich im „Nuru Workshop“ ein, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Durch Backen, Kochen und die Herstellung von Schmuck und Dekoration können die Betreuten ein kleines Gehalt erwirtschaften und müssen nicht zum Betteln auf die Straße gehen.