Andrés und Katrin Vergara leben seit Juli 2017 in Chile. Sie bereiten junge Südamerikaner auf den Missionsdienst vor. Dazu unterrichtet Andrés an Bibelschulen, und er leitet das einjährige Ausbildungsprogramm von „ProVisión“ in Santiago de Chile. Vor seinem B. A.-Theologiestudium in Bad Liebenzell arbeitete Andrés in seiner chilenischen Heimat als Buchhalter. Katrin kommt aus Nagold und ist ausgebildete Bankfachwirtin. Sie haben drei Kinder. In den nächsten Wochen sind sie in Deutschland und berichten von ihrer Arbeit. Wir haben Andrés einige Fragen gestellt.

In Chile ist derzeit Hochsommer. Wie habt ihr den Wechsel in den deutschen Winter bisher verkraftet?
Wir lieben die Kälte. In Chile ist es gerade sehr heiß. Wir genießen es, mal wieder ein anderes Wetter zu haben. Die Umstellung ist mehr, dass die Tage hier in Deutschland zurzeit natürlich sehr kurz sind. Unsere Kinder hoffen auf Schnee. Sie beten jeden Tag dafür. Denn Schlitten gefahren sind sie seit Jahren nicht mehr.

Wie ist die Situation in Chile aktuell? Die Einschränkungen durch Corona waren in Chile eine der höchsten weltweit. Es kam auch immer wieder zu Ausschreitungen. Hat sich die Lage beruhigt?
Die Lage ist nach wie vor sehr instabil. Besonders die politische Situation ist unsicher. Derzeit wird an einem neuen Grundgesetz geschrieben, aber viele Menschen sind frustriert, weil sie sich mehr Veränderungen gewünscht hätten.
Die Corona-Situation ist mittlerweile besser als in Deutschland. Es gibt eine hohe Impfquote im Land und kaum noch Einschränkungen. Man muss aber bedenken, dass in Chile derzeit Hochsommer ist. Wie es dann im Winter wird, könnte spannend werden.

Ihr bereitet Chilenen für den Missionsdienst in Europa vor. Braucht es in Südamerika keine Missionare mehr?
Doch, auf jeden Fall. Mission ist längst keine Einbahnstraße mehr, sondern eine Kooperation der Gemeinde Gottes. Es ist ein Kommen und Gehen. Christen sollten sich weltweit gegenseitig unterstützen. Die Aufgaben der europäischen Missionare in Südamerika haben sich gewandelt. In der Rolle der Unterstützer und Berater sind sie sehr wichtig und geschätzt.
Aber gleichzeitig braucht auch Europa Missionare! Deshalben bereiten wir chilenische Missionare z. B. für Deutschland vor. Sie können als Ausländer andere Ausländer oft viel besser erreichen. Chilenen können sich gut mit der deutschen Denkweise arrangieren. In gewisser Weise können sie eine Zwischenrolle innerhalb der verschiedenen Kulturen einnehmen. Gerade in Städten, die sehr multikulturell sind, braucht es auch Gemeindegründer aus dem Ausland bzw. ein multikulturelles Team in der Gemeindearbeit.

Was ist die größte Herausforderung für Menschen aus Südamerika, als Missionare nach Deutschland zu gehen?
Sicherlich die Sprache. Wenn du Gemeindearbeit machen willst, musst du die Sprache können. Und klar, die Kulturen unterscheiden sich. Es ist für beide Seiten immer eine Spannung, Unterschiede auszuhalten und immer neu zu prüfen, was biblisch ist und was traditionell oder kulturell.

Auf was freut ihr euch in eurer Zeit in Deutschland am meisten?
Ganz klar auf die Familie. Meine Eltern leben in Chile, aber Katrins Familie mal wieder zu sehen, ist sehr schön. Unsere Kinder freuen sich natürlich auf Oma und Opa.
Ich freu mich auch auf das deutsche Essen. Das liebe ich einfach. Auch die Tischgemeinschaft in Deutschland, z. B. an Weihnachten, schätze ich sehr.

Du willst die Missionsarbeit von Andrés und Katrin Vergara mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.

Ermutigung, wer kann die nicht gebrauchen – gerade in der dunklen Jahreszeit, die von der Corona-Pandemie zusätzlich bestimmt ist? Frauen aus dem Umfeld der Jungen Kirche Berlin-Treptow erhielten nun in der Adventszeit Ermutigungspost. Jede, die sich meldete, bekam eine Ermutigungspartnerin zugelost. Im Gegenzug ermutigte dann die Empfängerin eine andere Frau, der sie zugelost wurde. So erhielt im Laufe des Advents jede Teilnehmerin eine Überraschungs-Ermutigung.
Miriam Kost, Mitarbeiterin der Jungen Kirche Berlin-Treptow, übernahm die Koordination. Die Frauen meldeten sich bei ihr an und sandten ihre Adresse zu. Sie schrieb daraufhin alle Namen auf Kärtchen und zog für jede eine Ermutigungspartnerin.

An der Aktion beteiligten sich rund zehn Frauen. „Das klingt erst mal nicht viel, aber in meinen Augen ist das Tolle an der Aktion gerade, dass es nicht darauf ankommt, wie viele mitmachen. Denn ab nur einer Anmeldung kann die Aktion stattfinden und für jede Teilnehmerin ist es vollkommen unerheblich, wie viele andere noch teilnehmen“, erklärt Miriam Kost. Das entlastet bei der Organisation sehr, weil die Aktion unabhängig von einer „quantitativen Zielgröße“ immer ein Erfolg ist.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Junge Kirche Berlin-Treptow ist dabei immer wichtig, Aktionen möglichst niedrigschwellig zu halten, sodass sich viele darauf einlassen und beschenkt werden können. Deswegen geben die Organisatoren auch nicht vor, wie die Ermutigung aussehen soll – ob eine Karte, ein Brief, ein kleines Geschenk – alles ist großartig.
Gerade im vergangenen Jahr, bei dem viele von der Corona-Pandemie sehr gebeutelt waren, war der Jungen Kirche Berlin-Treptow auch die Botschaft wichtig: „Egal, wie es dir geht und wie leer du dich vielleicht fühlst – du hast immer etwas zu geben und kannst andere ermutigen. Und: Du darfst dir Ermutigung wünschen!“

Die Aktion stieß auf sehr positive Resonanz: So schrieb eine Teilnehmerin: „In Zeiten der Digitalisierung einen handschriftlichen Brief per Post zu erhalten, ist schon an sich ein Highlight. Wenn sich daraus dann auch noch eine Brieffreundschaft entwickelt, ist das ein ganz besonderes Geschenk. Durch diese Aktion hat sich ein spannender Kontakt zu einer jungen Frau entwickelt und so sind wir auch über diese Aktion hinaus im Gespräch, berichten uns von unserem Ergehen, können füreinander beten und uns ermutigen.“

Und Miriam Kost als Organisatorin wurde ebenfalls reich beschenkt: „Ich selbst hatte einen Brief bekommen, der mich so sehr ermutigt hat, dass ich ihn das Jahr über immer wieder rausgeholt und gelesen habe.“

Kirche in einer stark säkularisierten Umgebung dynamisch und lebensnah zu gestalten – aus diesem Traum entstand 2006 die „Junge Kirche Berlin-Treptow“. In der pulsierenden deutschen Hauptstadtmetropole können Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen entdecken, wie kraftvoll und lebendig der christliche Glaube ist. Im Filmpalast Astra feiern die Besucherinnen und Besucher die wöchentlichen Gottesdienste. Unter der Woche gibt es Angebote für Teenager, Kleingruppen und Schulungen, die helfen, den Glauben mutig zu leben und ihn anziehend in den Großstadtalltag zu transportieren.

„Überwältigt waren wir diese Woche, als ein Paket der Liebenzeller Mission vor unserer Haustür lag. Mit so vielen Leckereien, Nützlichem und ganz lieben Worten und Grüßen von Euch. Wie schön, ein paar Bilder von jenen zu haben, die tatsächlich bei uns tätig waren.“ So heißt es in einem bewegenden Dankesbrief, den die Flut-Aufräumhelfer der Liebenzeller Mission von einer betroffenen Familie aus Erftstadt-Blessem erhalten haben.

Rund 15 Freunde und Unterstützer der Liebenzeller Mission hatten unmittelbar nach der verheerenden Flutkatastrophe im Juli mitangepackt. In Gemünd, Iversheim und Blessem räumten sie viele Keller aus und entkernten sie teilweise. Dabei trugen die Helferinnen und Helfer Unmengen Müll und Schutt auf die Straßen. Sie hatten dazu die eigene Ausrüstung wie Hochdruckreiniger, Pumpen und Notstromaggregate mitgebracht.

Dabei kam es zu bewegenden Begegnungen: „Liebes Team der Liebenzeller Mission, wir waren schon beeindruckt von euch, als ihr am Sonntagmorgen vor unserer Tür standet und ganz unkompliziert, mit Sachverstand und ganz viel Respekt, die Regie übernommen habt. Seitdem denken und erzählen auch wir ganz viel von Euch“, heißt es in dem Brief weiter.

Die Freiwilligen konnten oft auch von ihrem christlichen Glauben berichten und was ihnen Trost und Halt gibt. Immer wieder wurde ihr Angebot, für einen zu beten, sehr dankbar angenommen: „Wir bedanken uns von ganzem Herzen, für alles (und das ist nicht wenig). Es war tröstend und hat uns über das Chaos, das herrschte, hinweggeholfen. Wir wünschen der Liebenzeller Mission ganz viel Kraft und Energie für die Zukunft für all die zukünftigen Projekte. Ihr seid super!“

Hinweis: Für die Fluthilfe können wir keine Spenden mehr annehmen, freuen uns aber für Spenden für unsere Arbeit weltweit und in Deutschland, damit wir auch zukünftig schnell reagieren und Menschen helfen können.

www.liebenzell.org/spenden

Rund 15 Freunde und Unterstützer der Liebenzeller Mission haben unmittelbar nach der verheerenden Flutkatastrophe im Juli bei den Aufräumungsarbeiten geholfen. Dort kam es zu bewegenden Begegnungen, berichtet der technische Leiter der Hilfsaktion und Leiter der Männerarbeit „Stronger“, Steffen Cramer.
An dieser Stelle sagen wir nochmals herzlich Danke für alle Spenden für die Fluthilfe-Opfer. Mittlerweile können wir keine projektbezogenen Spenden mehr annehmen, da der Einsatz beendet ist. Wir freuen uns über aber über allgemeine Spenden für unsere Nothilfe weltweit.

Steffen, wie kam es zu diesem Hilfseinsatz?
Wir waren gerade fertig mit dem Dreh für einen Videoclip, der für den Männeraktionstag wirbt, bei dem wir Männer aufrufen, im September andere praktisch zu unterstützen. Da erreichte uns die Nachricht von der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Ich sagte sofort zu meiner Frau: „Hier müssen wir helfen. Denn wir können nicht andere Männer zu Helferaktionen aufrufen und selbst nichts aktiv tun.“ Genau in diese Überlegungen hinein erreichte mich ein Anruf von Missionsdirektor Dave Jarsetz, ob wir nicht eine Hilfsaktion starten sollten. Wir fanden dann eine Übernachtungsmöglichkeit bei der Freien Christengemeinde in Euskirchen. Auf unseren Aufruf meldeten sich rund 15 Männer, die mehrere Tage in dem Überflutungsgebiet halfen.

Wie habt ihr geholfen?
Wir haben in Gemünd, Iversheim und Blessem viele Keller ausgeräumt und teilweise auch schon entkernt. Dabei trugen wir Unmengen Müll und Schutt auf die Straßen. Es war sehr hilfreich, dass wir unsere Ausrüstung wie Hochdruckreiniger, Pumpen und Notstromaggregate dabei hatten. Dabei konnten wir viele Sachen direkt von unseren befreundeten Handwerkern um Bad Liebenzell mitbringen. Dazu erhielten wir eine große Spende von Niklaus Baugeräte aus Gomaringen wie Gummistiefel, Schaufeln, Besen, Handschuhe und Pumpen.

Kamt ihr mit den Menschen auch ins Gespräch, warum ihr da seid?
Ja, denn allein aufgrund unseres süddeutschen Dialektes fielen wir sofort auf. Das war unser „Türöffner“. Wiederholt sagten uns Flutopfer, wie krass es sei, dass wir extra aus dem Schwarzwald zum Helfen gekommen sind. Und wir konnten immer wieder berichten, dass wir von der Liebenzeller Mission hier sind, um anzupacken.

Wie wurdet ihr versorgt?
Die Versorgung war perfekt. Es gab viele Verpflegungsstationen, die Bundeswehr hatte Gulaschkanonen aufgebaut. Ehrenamtliche liefen mit Getränken und Kuchen durch die Straßen. Du musstest dich nur umdrehen und hattest Essen vor Ort. Die Helfer verbreiteten eine sehr gute Stimmung – und das hat auch den Flutopfern enorm geholfen.

Was bleibt dir vom Einsatz im Gedächtnis?
Drei Dinge: Zum einen der große Gestank durch Öl, Schlamm und Fäkalien aufgrund der zerstörten Abwasserkanäle. Und vor allem die Dankbarkeit! Die Menschen freuten sich so über unsere Hilfe. Und zum dritten der große Bedarf, über der Flut und die Erlebnisse zu reden. Und so waren wir einfach da und hörten zu, was die Flutopfer sehr schätzten.

Und was bleibt dir besonders haften?
Die Menschen kamen durch die Flutkatastrophe sehr ins Fragen, wo Gott geblieben sei. So hat mich ein Landwirt, der durch die Erft den halben Hof verlor, gefragt, welche Rolle Gott da gespielt hat. Wir sprachen lange darüber und haben auch gemeinsam gebetet. Immer wieder wurde unser Angebot, für einen zu beten, sehr dankbar angenommen. So brachte ein Mann, den die Flut schwer getroffen hatte, zum Ausdruck, dass für ihn der Höhepunkt des Tages gewesen sei, dass wir für ihn gebetet hatten.

Wer Menschen in anderen Kulturen mit der Frohen Botschaft von Jesus Christus erreichen will, muss die kulturellen Eigenarten des Landes verstehen und berücksichtigen. Das ist eine Schlüsselkompetenz für jeden Missionar. Und die Regeln dort verändern auch die Mitarbeitenden. Das hat das hat auch eine Mitarbeiterin der Liebenzeller Mission im Mittleren Osten erfahren.

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit geschenkt bekommen habe, drei Nächte bei einer sechsköpfigen arabischen Familie zu übernachten und auch weiterhin willkommen bin, bei der Familie ein- und auszugehen. Ich freue mich sehr über die weit geöffnete Tür und habe bereits sehr wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Besonders wertschätze ich die selbstverständliche Großzügigkeit, das Teilen von allen Dingen bis hin des Bettes einer der Töchter. Wertschätzung und Freundschaft wird sehr emotional ausgedrückt: Mit vielen liebevollen Floskeln, die oft wiederholt werden, verbunden mit einer sehr ausdrucksstarken Körpersprache. Ich liebe es, wie die Araber ihre Gefühle zum Ausdruck bringen und ich bin erstaunt, wie schnell ich die Herzen der Kinder gewinnen durfte. Sie würden mich am liebsten nicht wieder gehen lassen.

Das Vertrauen zur Mutter aufzubauen, brauchte im Vergleich ein bisschen länger. In der Beduinen-Kultur bleibt man erst drei Nächte übernacht, bis man beginnt, über ein besonderes Anliegen zu sprechen. Interessanterweise hat die Mutter der Familie mir erst nach der dritten Nacht ihre Beziehungsprobleme mit ihrem Mann anvertraut. Aufgrund der Schamkultur und des hohen sozialen Drucks in der Gesellschaft nehme ich eine große Hemmschwelle wahr, über Probleme, persönliche Schwierigkeiten und Schuld zu sprechen. Probleme werden unter den Teppich gekehrt, die Wahrheit wird überspielt, vertuscht oder geleugnet, bis die Emotionen im geschützten Rahmen auf einmal einfach nur so heraussprudeln und sehr einnehmend sein können.
Als Naman mir nach der dritten Übernachtung von ihrer ersten Ehe erzählte, und anschließend von den Problemen mit ihrem aktuellen Ehemann, war ich innerlich schockiert. Es war ihr bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich anzusehen. Es macht mich sehr traurig mitanzusehen, wie allein manche Frauen hier mit ihren Problemen sind.

An einem Abend bekam ich auch einen Konflikt zwischen den Geschwistern mit. Dabei musste ich feststellen, dass diese innerhalb der Familie anders gelöst werden als gewohnt. Statt über die Situation zu sprechen, reagierte die Mutter über und zog die unschuldige ältere Schwester temperamentvoll an den Haaren. Die ältere Schwester redete daraufhin kein Wort mehr mit ihrer Mutter, weinte den ganzen Abend und verweigerte das Essen. Ihre Mutter schickte schließlich mich mit der unterwegs gekauften Pizza zu ihrer Tochter, da sie nur in meiner Anwesenheit essen würde. Die Mutter wurde hier schuldig, doch es wurde kein Wort der Entschuldigung gesprochen. Erst Tage später fiel mir auf, dass es vermutlich ein indirekter Versuch der Versöhnung war, indem sie mich mit einer Pizza zu ihrer Tochter sandte.

Für mich war der Konflikt damals nicht gelöst, doch auf einmal verstand ich, dass sie anders kommunizieren, nämlich auf eine indirekte Weise. Mir wurde bewusst, dass auch ich bereits begonnen habe, indirekter zu kommunizieren, als ich es gewohnt bin. Herausfordernd für mich ist dabei, bei allem kulturellen Anpassen und indirekten Kommunizieren die Wahrheit leuchten zu lassen. Dafür brauche ich unbedingt Gottes Weisheit und Liebe.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben den Menschen ganzheitlich Gottes Liebe weiter. Dazu gehen sie immer wieder neue Wege – so wie unser Team in der Gemeindegründungsarbeit im südfranzösischen Montpellier um Lisa Kimpel. Sie organisiert ein Selbstbehauptungstraining für Kinder. Mit diesem niedrigschwelligen Angebot erreichen die Gemeindegründer vor allem kirchenferne Eltern und Kinder und vermitteln praktische Hilfe, um im Alltag zu bestehen.

Lisa, wie kam es zu diesem Angebot?
Wir bieten in Montpellier ein Selbstbehauptungstraining an, auf den Grundlagen von MSE, einem Selbstverteidigungstraining, das von Michael Stahl und seinem Team entwickelt wurde. Damit sind wir Teil des internationalen „Protactics Verband“, der unter anderem zum Ziel hat, durch Sport Menschen ganzheitlich zu fördern. Auch wenn sowohl Protactics in Deutschland als auch unsere „Protactics 34“ (34 ist der Anfang der Postleitzahl von Montpellier) nicht ausgesprochen christlich sind, bilden unsere christlichen Werte die klare Grundlage für dieses Training. Diese religiöse Neutralität ist besonders in Frankreich wichtig, da religiösen Angeboten im laizistischen Staat mit Argwohn begegnet wird. Mit einem neutralen Angebot hoffen wir, mehr kirchenferne Menschen zu erreichen und zu fördern, unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund. Dieses erste Training ist zudem eines von vielen, die während des gesamten Schuljahres wöchentlich stattfinden werden.

Wer nahm an dem Kurs teil und wie seid ihr an die Teilnehmer gekommen?
An unserem ersten „Probetraining“ nahmen 18 Kinder zwischen vier und acht Jahren teil. Wie viele sich fest einschreiben, wird sich in der nächsten Woche zeigen. Es sind Kinder aus Familien, die unser fünfköpfiges Trainerteam kennen, sowie deren Schulfreunde. Sie fanden also im Wesentlichen über „Mund-zu-Mund-Propaganda“ zu dem Angebot.

Was genau lernten die Kinder?
Im ersten Training lernten die Kinder eine sichere, defensive Ausgangsposition oder Abwehrhaltung und ein einfaches Schlagmuster. Besonders wichtig in unserem Training ist der Teil, in dem wir mit den Kindern über Situationen aus ihrem Leben reden und ihnen einen guten Umgang mit Konfliktsituationen vermitteln. Grenzen setzen spielt hier eine wichtige Rolle. Der Unterschied zwischen einem zögerlichen und leisen „Lass das, hör auf damit!“ und einem laut und entschieden ausgesprochenen „STOP!“ wurde in einem Rollenspiel vermittelt. In der anschließenden Übung riefen uns die Kinder nach wenigen Wiederholungen ein wesentliches überzeugenderes „STOP!“ zu, als noch am Anfang.

Wie war die Resonanz?
Die Resonanz der Kinder und Eltern war sehr gut. Die Kinder hatten Spaß und die Eltern waren beeindruckt von den vielen Trainern, die das individuelle Eingehen auf jedes Kind ermöglichen.

Wie habt ihr den Bezug zum christlichen Glauben hergestellt?
Diese Verbindung besteht nur „inoffiziell“: Wir wollen durch das Training ein Segen sein. Was wir vermitteln, basiert ganz klar auf christlichen Werten und wir beten, dass Gott dieses Training gebraucht, um langfristig Menschen zu ihm zu führen.

Wie lautet dein Fazit?
Wir sind als Team sehr motiviert und begeistert. Die zweiwöchige Ausbildung bei Michael Stahl in Bopfingen hat uns sehr geprägt. Fast zwei Jahre nach dem Beginn unserer Ausbildung als Trainer, die durch die Corona-Pandemie verzögert wurde, können wir nun durchstarten und das freut uns sehr!

Was rätst du möglichen Nachahmern?
Ich empfehle jedem einen Besuch bei Michael Stahl und Team in Bopfingen. Ihre Arbeit, Liebe und Geduld sind sehr beeindruckend und wir hoffen, dass sich dieses Konzept weiter multipliziert.

 

Zusatzinfo von Familie Bolanz, die ebenfalls im Gemeindegründungs-Team in Montpellier arbeitet:
Da die Kriminalität überdurchschnittlich hoch ist und teilweise bereits in der Schule beginnt, entsteht ein Bedürfnis nach Sicherheit, dem wir mit diesem Gewaltpräventions- und Selbstverteidigungskurs begegnen. Das hat unsere Bedarfsanalyse ergeben. Das Vertrauen in den eigenen Selbstwert wird bei den Kindern gestärkt und sie lernen kindgerechte Methoden, Situationen zu deeskalieren bzw. sich im Notfall zu wehren. Durch das wöchentliche Treffen vertieft sich unsere Beziehung zu den Familien. Die ersten Anfragen für Kurse für Frauen und an einer Schule wurden bereits gestellt, doch wir wollen bei alledem unser oberstes Ziel – die Gemeindegründung – im Blick behalten, was nach wie vor eine unverrückbare Priorität für uns hat.

Missionsarbeit ist immer längerfristig angelegt und benötigt einen sehr langen Atem. Es braucht oft viele Jahre, bis sich erste „Erfolge“ zeigen, vor allem, wenn man mit Kindern und Jugendlichen arbeitet. Das erleben unsere Missionarinnen und Missionare immer wieder, so wie Veronika und Johannes Urschitz in Malawi. Zehn Jahre nach der Gründung eines Kindergartens mit angeschlossener Schule können nun die ersten „Absolventen“ ihren Schulabschluss feiern.

2011 eröffnete der Ubwenzi-Kindergarten seine Pforten und die ersten 60 Kinder im Chilonga-Dorfgebiet haben erlebt, wie schön es ist, wenn man miteinander spielen, singen, lernen und lachen kann. Das war etwas ganz Besonderes, denn bis dahin gab es im Dorfgebieten so gut wie keine Förderung für Kleinkinder. Und bis heute ist ein Kindergarten in dieser Gegend eher die große Ausnahme.
Dabei war der Start alles andere als leicht: „Wir können uns noch gut daran erinnern, dass uns vor dem ersten Kindergartentag jemand einen Streich auf Kosten der Kindergartenanfänger gespielt hat“, berichten Urschitz. Ein Gerücht hatte die Runde gemacht, dass es in dem großen Haus bei Ubwenzi für die Kinder eine Spritze gibt. Kein Wunder, haben am ersten Tage manche der kleinen Buben und Mädchen mit bangem Blick und Tränen in den Augen beobachtet, was da so vor sich geht … Es hat aber nicht lange gedauert, bis allen klar war, dass ein Kindergarten eine ganz tolle Sache ist und man keine Angst davor haben muss!
Dass der Ubwenzi-Kindergarten heute selbstständig läuft und eine wertvolle Arbeit macht, ist vor allem der ehemaligen Missionarin und Erzieherin Debora Jägers zu verdanken. Sie hat über viele Jahre diese Arbeit mit aufgebaut und dabei einheimische Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet und angeleitet. „Zehn Jahre sind inzwischen vergangen und die Kleinen von damals sind dieses Jahr unsere ersten Abschlussklasse-Schüler der Ubwenzi-Grund- und Hauptschule“, so das Missionarsehepaar. Im September werden die 22 Schüler der achten Klasse ihre Abschlussprüfungen schreiben. „Zwei Jahre Kindergarten und acht Jahre Schule durften wir mit diesen Kindern verbringen, sie fördern, prägen, ihnen von Gott erzählen und helfen, ein gutes Fundament für ihr weiteres Leben zu legen. Was für eine großartige Chance!“

Die Liebenzeller Mission ist seit 1992 in Malawi tätig, unter anderem seit 2008 im Chilonga-Gebiet, das sich selbst für afrikanische Verhältnisse jenseits der Zivilisation befindet. Schlechte Bildung, mangelnde medizinische Versorgung und eine unzureichende Ernährungssituation prägen den Alltag. Die Liebenzeller Mission eröffnete 2011 den Kindergarten „Madalitso“ (= Segen). Im September 2013 startete die Grundschule mit zunächst 40 Schülern. Im Schuljahr 2021 werden insgesamt 318 Kinder in Ubwenzi im Kindergarten und der Schule von fünf Kindergärtner und elf Lehrern unterrichtet, gefördert und betreut. Veronika und Johannes Urschitz arbeiten seit 1996 in Malawi.

Rund 200 Familien konnten Christen in Ecuador zusammen mit der Liebenzeller Mission durch ein 2002 gestartetes Patenschaftsprogramm unterstützen. Laut Missionar Rainer Kröger helfen die Christen Kindern und Jugendlichen bei der Anschaffung der Schuluniform und übernehmen die Kosten für Freizeiten der Liebenzeller Mission teilweise oder ganz. Ebenso erstatten sie medizinische Ausgaben, vor allem bei zahnärztlichen Untersuchungen und Behandlungen. Falls notwendig, erhalten die Kinder und Jugendlichen auch Lebensmittel und christliche Literatur, die dann gemeinsam gelesen und besprochen wird.

Das Programm kommt Angehörigen aus Gemeindefamilien zugute. „Die jeweiligen Verantwortlichen der Gemeinden kennen die Familien und schlagen sie vor“, so Rainer Kröger. Und das wird sehr wertgeschätzt: „Wir haben Dankeskarten erhalten, in denen zum Ausdruck kommt, wie sehr das Patenschaftsprogramm geholfen hat.“

Die Liebenzeller Mission ist seit 1989 in Ecuador tätig. Die Missionare betreuen Patenschaftsprogramme und Studierende, gründen Gemeinden und schulen einheimische christliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rainer und Katharina Kröger arbeiten seit 2006 in der Provinzhauptstadt Ibarra und bieten unter anderem Glaubenskurse an, leiten Hauskreise und unterrichten an einer Bibelschule.

Dietmar und Katrin Brunner arbeiten im Projekt „Hilfe zum Leben“ in Mushili, einer Stadtrandsiedlung von Ndola im Kupfergürtel Sambias. Dietmar ist gelernter Kfz-Meister und für den landwirtschaftlichen Zweig des Projekts zuständig, Katrin ist ausgebildete Krankenschwester. Beide haben das Bibelkolleg in Bad Liebenzell besucht und sind seit 1998 Missionare in Sambia. Drei ihrer vier Kinder leben in Deutschland, die jüngste Tochter besucht die Amano-Schule. In den letzten Wochen waren sie in Deutschland und haben von ihrer Arbeit berichtet. Wir haben ihnen einige Fragen gestellt.

Mit biblischen Werten die Erträge in der Landwirtschaft steigern. Das ist die Grundidee von „Foundations for Farming“. Mit dieser Methode arbeitet ihr. Wie funktioniert das?
Der Grundgedanke ist, große Landbewegungen zu vermeiden und zum Beispiel keine Hügel für den Anbau aufzuschütten. Denn der tropische Regen schwemmt sonst einen Großteil des Humus weg, Nährstoffe gehen verloren. Besser ist es, kleine Löcher in den Boden zu graben. Traditionell werden in Sambia Pflanzenrückstände verbrannt. Teil des Programms von „Foundations for Farming“ ist es, diese Rückstände als Mulchschicht auf den Feldern liegen zu lassen. Das alles führt dann zu höheren Erträgen. Viele Menschen in Sambia sind der Meinung, dass man ohne Kunstdünger keine gute Ernte haben kann. Sie sagen dann: „Wir haben kein Geld, können keinen Dünger kaufen“. Die Konsequenz ist, dass viele Menschen jedes Jahr eine Hungerzeit durchleben. Manchmal ist das auch ein bisschen eine Ausrede. Unsere Methode zeigt, dass es auch ohne Kunstdünger geht.
Dahinter steht der Gedanke: Was Gott uns in die Hand gegeben hat, können wir verwenden. Gott gibt uns reichlich und ist uns treu. Wenn wir Gottes Schöpfung folgen, dann hat das positive Auswirkungen in vielen Bereichen unseres Lebens. Für uns ist das wie ein Spiegelbild: Aus kaputtem Land wird wieder gutes Land. Gott hat uns durch Jesus die Möglichkeit geschenkt, dass alles gut wird. Gottes Gnade macht nicht nur Felder, sondern auch uns neu.

Eigentlich müssten doch alle Sambier in der Landwirtschaft diese „Erfolgsmethode“ einsetzen wollen?
Es kommen viele Leute zu uns. Sie sehen die Erfolge und wollen es nachmachen. Oft scheitert es an der Umsetzung, was verschiedene Gründe hat. Veränderungen sind erst einmal für alle Menschen schwierig. Wenn ich etwas von meinen Eltern und Großeltern entsprechend gelernt habe, werfe ich das nicht einfach mal so beiseite. Und wir müssen zugeben, dass es auch Vorteile beim alten „System“ gibt. Zum Beispiel können sich in den Mulchschichten Schlangen besser verstecken. Wenn die Felder abgebrannt sind, sind natürlich dort auch keine Schlangen.
Außerdem fällt es den Menschen sehr schwer, aus der Gemeinschaft rauszutreten und etwas anders zu machen als alle anderen. Denn dann wird man argwöhnisch beobachtet. Und wer dann mit unserer Methode Erfolg hat, wird schnell beneidet. Vorwürfe stehen im Raum, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann und Zauberei im Spiel ist. Der Druck der Gemeinschaft ist also sehr stark. Deswegen ist es gut, wenn sich eine Gruppe zusammenschließt, die unsere Methode ausprobiert – am besten auf einem kleinen Stück Land.

Ihr gehört zu den dienstältesten Liebenzeller Missionaren. Was motiviert euch jeden Tag neu?
Das ist Gottes Gnade. Die Möglichkeiten, die uns Gott gerade in der Landwirtschaft schenkt, sind Ausdruck seiner Gnade. Und auch die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten dürfen, motivieren uns. Wir sind quasi wie eine Familie. Wir feiern zusammen und leiden zusammen. Es ist einfach schön, bei ihnen und bei uns Veränderungen zu sehen. Deshalb investieren wir gerne in Beziehungen. Wenn sie motiviert werden, sich selbst für Gott einzusetzen, motiviert das auch uns. Gottes Wirken konkret zu sehen, begeistert uns. Wie bei Clement. Er nahm vor vielen Jahren am Sportprogramm unseres Projekts teil. Schwester Hedwig Müller erklärte dem damals Zehnjährigen einiges zu Heilpflanzen wie der Artemisia. Jetzt ist er erwachsen, hat sich daran erinnert und baut Artemisia an, die eine gute Wirkung auf das Immunsystem hat. Leider gibt es in Sambia wenig Impfstoff gegen das Corona-Virus. Aber Clement kann mit seiner Arbeit ein bisschen dazu beitragen, dass Menschen ihr Immunsystem stärken können. Bei ihm ist im wahrsten Sinne des Wortes der Samen aufgegangen.

Drei eurer Kinder leben in Deutschland. Wie ist das für euch, viele Tausend Kilometer entfernt zu leben?
Das erste Kind loszulassen, war am schwierigsten. Aber schnell haben wir gemerkt, dass ihnen ihr Orientierungsjahr in Korntal sehr guttut. Das macht es dann leichter. Und auch in Deutschland ziehen viele Kinder nach der Schule zu Hause aus. So viel anders ist unsere Situation also gar nicht. Zudem sind wir zum Beispiel über Videocalls per Whatsapp gut verbunden, können jederzeit anrufen.

Auf was hattet ihr euch in eurer Zeit in Deutschland besonders gefreut?
Ganz klar auf unsere Kinder und Familien. Im August heiratete unsere Tochter, darauf freuten wir uns natürlich sehr. In den ersten Tagen in Deutschland hatten wir viele ermutigende Begegnungen. Wir haben auch traurige Geschichten gehört, aber einfach auch viel Positives. Wenn wir zum Beispiel sehen, dass viele aus unserer Zeit damals im Jugendbund heute noch in der Gemeinde dabei und sehr engagiert sind, ist das einfach schön.

Du willst die Missionsarbeit von Dietmar und Karin Brunner mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.

NEUBRANDENBURG / BAD LIEBENZELL. Ein echter Grund zum Feiern: Seit 15 Jahren besteht das sozialmissionarische Projekt „Oase im Reitbahnviertel“ der Liebenzeller Mission in Neubrandenburg. Bei einem Fest am 7. August wurde Mitgründerin Elisabeth Walter-Fischer in den Ruhestand verabschiedet.

Ziel des Projekts ist es, Menschen im Reitbahnviertel praktisch zu helfen, ihnen eine Anlaufstelle zu bieten, wo Mitarbeitende ein offenes Ohr für Nöte und Alltagsfragen haben, und eine neue, frische Kirchengemeinde zu gründen, die „ein Kind des Viertels ist“, wie es Bettina Heckh erläutert. Sie ist Fachbereichsleiterin für Projekte und Finanzen in der Zentrale des Missionswerks im Schwarzwald und fuhr gerne die knapp 800 Kilometer zur Feier nach Mecklenburg-Vorpommern. „Es ist uns wichtig, dass die Oase zu den Leuten aus der Neubrandenburger Nordstadt passt“, so Bettina Heckh. „Ich staune, wie viel Vertrauen gewachsen ist. Die Menschen kommen gerne in die Oase und Gemeinschaft ist gerade in diesen Zeiten sehr wichtig und wertvoll.“

In dem Plattenbaugebiet wohnen rund 4500 Einwohner. Es ist das jüngste Viertel der Stadt. Viele Familien müssen mit wenig Geld auskommen. „Die Angebote in der Oase sind ganz verschieden, jeder kann so kommen wie er ist. Die Oase ist ein Ort für Suchende, Atheisten, Christen. Alle sind willkommen“, sagt Bettina Heckh. Die Projektarbeit läuft in Zusammenarbeit mit dem Mecklenburgischen Gemeinschaftsverband.

Wehmütig wurde es bei der Jubiläumsfeier, als Elisabeth Walter-Fischer verabschiedet wurde. Mit ihrem ersten Mann Jakob gründete sie die Oase. Zusammen mit ihm und ihren drei Kindern lebte sie von 1979 bis 2000 in Papua-Neuguinea und war dort als Missionarin im Einsatz. Jakob starb 2008 nach schwerer Krankheit. Elisabeth blieb in Neubrandenburg und lernte hier den ebenfalls verwitweten ehrenamtlichen Mitarbeiter Herbert Fischer aus Heilbronn kennen. Die beiden heirateten 2015. Doch nun ist Loslassen angesagt. Elisabeth lässt viele Menschen zurück, die ihr lieb geworden sind: Kolleginnen und Kollegen aus ihrem Team und natürlich die Neubrandenburger, die ihr ans Herz gewachsen sind. Zusammen mit Herbert zieht sie in seine Heimat in Baden-Württemberg zurück, um dort den Ruhestand zu verbringen. Zum Abschied gab es einen Luftballonstart. „Er sollte das Loslassen symbolisieren und dass die Menschen im Reitbahnviertel die Oase zu einem bunten und lebendigen Zuhause machen“, erklärt Bettina Heckh. Die regelmäßigen Oase-Besucherinnen und –Besucher werden Elli, wie sie meistens genannt wurde, vermissen. „Sie war das Herz der Oase“, so Bettina Heckh. Zum Abschied predigte Dirk Farr, Gemeindegründer aus Berlin, über den biblischen Psalm 27. Es lohne sich, nah am Herzen Gottes zu sein, um nah bei den Menschen sein zu können. Ein Prinzip, das Elisabeth und Herbert Tag für Tag lebten.

Auch wenn sie zukünftig im Süden Deutschlands leben werden, bleiben Elisabeth und Herbert mit den Neubrandenburgern in Kontakt. Sicherlich wird es den ein oder anderen Besuch geben. Und über Gebete haben sie nicht nur einen direkten Draht nach oben, sondern sind auch mit den Menschen vor Ort verbunden.