BURUNDI. Die Liebenzeller Missionarsfamilie Alex und Tabea Biskup arbeitet in ihrem Missionsdienst in Bujumbura mit der einheimischen Anglikanischen Kirche zusammen. So war Alex Biskup auch Teil der zuletzt stattfindenden alljährlichen Pastorenkonferenz der Anglikanischen Kirche, bei der er gebeten wurde „eine Einheit zum Thema ‚Versöhnung‘ zu halten“.

„Versöhnung“ – ein nicht gerade einfaches und selbstverständliches Thema in einem Land, das noch immer die Spuren des damaligen Bürgerkrieges in sich trägt, und gerade erneut von Gewaltwellen und politischen Unruhen heimgesucht wird. Inmitten dieser Situation stellten sich die etwa 40 Pastoren der herausfordernden Einheit und erlebten die Bedeutsamkeit von Versöhnung ganz persönlich, als ein Pastor anschließend vor den Teilnehmern und dem Bischof Schuld bekannte und um Vergebung bat. „Das hat einige Anwesenden zu Tränen gerührt. Das war gelebte Versöhnung: ein Bruder wurde wieder herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen.“

SYRIEN. Schutt und Asche. Kirchengebäude ohne Dächer und zerbombt. Ein Blick auf die Altstadt von Homs lässt erahnen, dass die Stadt trotz ihrer Befreiung von zwei Jahren Belagerung durch den Bürgerkrieg Zukunftslosigkeit in sich trägt.
Doch inmitten dieser Perspektivlosigkeit zeichnet sich ein Bild von unerschütterlichem Glauben und Hoffnung. Menschen unterschiedlicher Gemeindezugehörigkeit der christlichen Minderheit finden sich in den Ruinen von ehemaligen Kirchen zusammen, um Weihnachten, Hochzeiten und Abendmahlsgottesdienste zu feiern.
Was sie vereint: Die Hoffnung und Freude auf das Kommen Jesu.
SAT-7 konnte für eine Sendung verschiedene Gemeindeleiter in der Stadt interviewen. Trotz all der Herausforderung, die diesen dabei entgegentritt, wird sichtbar, dass der von Gott geschenkte Glaube tatsächlich Berge versetzen kann: So konnten im Zuge des Wiederaufbaus bereits vier Schulen wiedereröffnet, und damit 1500 bis 2000 Kindern die Möglichkeit auf Bildung zurückgeschenkt werden. Ein Gemeindeleiter betont, dass es seine Vision ist, neue Hoffnung in die Herzen der Menschen zu pflanzen. Er erinnert die Christen während eines Gottesdienstes daran, dass es trotz aller Suche nach Sicherheit in der Welt schließlich Jesus alleine ist, der Frieden geben wird. Bei all der Zerstörung, die sie umgibt, wird so sichtbar, wie Gott auch in aussichtsloser Lage Wege findet, um mit seiner Gemeinde voranzugehen.
SAT-7 ist ein christlicher Fernsehsender, dessen Programme überwiegend im Mittleren Osten, Nordafrika und dem Iran ausgestrahlt werden. Der Sender ist eine Partnerorganisation der Liebenzeller Mission (LM). Die LM unterstützt SAT-7 durch die Mitarbeit von Paulus Hieber als technischem Studiobetreuer.

SAMBIA. Sie hatten ihre Vision verloren: Das musste der Liebenzeller Missionar Hans-Peter Hertler feststellen, als er vor einem Jahr eine kleine Gemeinde in Mpulungu besuchte. Die großen Pläne von einem richtigen Gemeindehaus waren zusammen geschrumpft zu einer kleinen Hütte mit Grasdach. Als Hans-Peter Hertler kürzlich erneut die Gemeinde besuchte, stellte er erfreut fest: „Die Gemeinde ist schon gewachsen. Sie mussten die kleine Grasdachhütte immerhin schon ein wenig vergrößern, damit alle Platz finden können.“ Nach seinem Besuch im letzten Jahr wurde außerdem von anderen Gemeinden für diese Gemeinde Geld gesammelt – genug, um die Fertigstellung des ursprünglich geplanten Gebäudes zu finanzieren.

Katrin und Dietmar Brunner leben mit ihrer Familie seit 18 Jahren in Sambia. Durch das Projekt „Farming God’s Way“ haben sie vielen Menschen in Sambia zu einer ertragreichen Landwirtschaft verholfen – und zu einer nachhaltigen Beziehung zu Jesus Christus. Noch bis Mitte Mai sind sie in Deutschland, um von ihrer Arbeit zu berichten. Wir haben Familie Brunner drei kurze Fragen gestellt.

Wie sieht das Projekt „Farming God’s Way“ konkret aus?
Ganz kurz gesagt: Die gute Nachricht im Landbau. Es geht darum, biblische Prinzipien in der Landwirtschaft praktisch anzuwenden. Ein Beispiel: Treue ist ein wichtiges biblisches Prinzip. Wir wollen den Menschen zeigen, was passiert, wenn man treu den Acker anbaut und pflegt. Und natürlich ist uns dann die Übertragung ins Leben wichtig. Denn nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Leben zahlt sich Treue aus.

Was hat diese Art von Landwirtschaft bei den Menschen bewirkt?
Der Nutzen ist ganz praktisch. Oft haben wir erlebt, dass die Erträge durch „Farming God’s Way“ einfach viel größer werden. Und dass Menschen die biblischen Werte auch in ihrem Leben anwenden und sich darüber freuen. Gleichzeitig ist das trotz dieser Erfolge auch eine große Herausforderung. Viele Leute denken, dass Zauberei hinter den guten Erträgen steckt und üben Druck aus, wieder zum alten Anbausystem zurückzukehren.

Worauf freut ihr euch in Sambia wieder am meisten?
Wir freuen uns, dann einfach wieder zu Hause zu sein. Wir freuen uns auf die Einheimischen und unsere Missionarskollegen und die Kinder freuen sich natürlich auf ihre Freunde. Und wir freuen uns darauf, der deutschen Kälte zu entfliehen.

PAPUA-NEUGUINEA. Nach 26 Jahren besuchten Irmgard und Ernst Schülein die Insel, die für viele Jahre ihre Heimat war: Auf Manus fand die Hochzeit der beiden statt und auch ihre Kinder wuchsen dort auf. Die Begegnungen mit ihren ehemaligen Nachbarn, Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern waren von vielen Emotionen begleitet. So schön es für die beiden Missionare war, sich an die vergangenen Tage zu erinnern, müssen sie auch sehen, dass „an vielem Materiellen der Zahn der Zeit nagt.“ Doch auch wenn Materielles vergangen ist, gibt es doch etwas, das die Jahre überstanden hat: „Die Menschen leben mit Jesus und versuchen, ihren Alltag mit Gott zu meistern“.

Es gibt Lebensphasen, in denen wir Gott inständig um etwas bitten: um eine Arbeitsstelle, die Heilung von Krankheit, dass ein Mensch zum Glauben kommt, dass sich der ersehnte Kinderwunsch erfüllt. Aber wie gehen wir damit um, wenn Gott schweigt?

ECUADOR. Erneut haben die Liebenzeller Missionare in Ecuador Hilfsteams in die Erdbebenregion geschickt. Daran beteiligen sich auch mehrere Mitglieder der von der Liebenzeller Mission gegründeten christlichen Gemeinde in Ibarra. Sie packen ihre Autos voll mit Lebensmittel und Wasser und verteilen sie an die Betroffenen.
Die Vereinten Nationen schätzen das Erdbeben in Ecuador als die schwerste Naturkatastrophe in Lateinamerika seit dem Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 ein. Die Zahl der Toten stieg auf über 650. Zehntausende Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Insgesamt wurden mehr als 800 Nachbeben registriert.

Die Liebenzeller Mission hat ein Sonderspendenkonto eingerichtet:
Liebenzeller Mission
IBAN: DE41 6665 0085 0000 0111 00
Sparkasse Pforzheim Calw
Verwendungszweck: Nothilfe Ecuador
Vielen Dank für alle Gebete und alle Unterstützung!