SAMBIA. Sauberes Trinkwasser ist in vielen Ländern ein rares Gut, gerade in afrikanischen Staaten wie Sambia. Deshalb versorgt die Liebenzeller Mission unter anderem in Mushili die Menschen durch einen Brunnen mit dem lebensnotwendigen Nass. Auch der deutsche Staat schätzt den Einsatz der Missionare. Die deutsche Botschaft hat nun für eine solarbetriebene Pumpe rund 4.000 Euro gespendet, worüber sich Missionar Benjamin Wagner sehr freut. Damit werde man unabhängig von den Stromausfällen, die in dem afrikanischen Land öfter auftreten. Außerdem spare man Stromkosten ein. Die Pumpe demonstriere auch den Bauern, wie sie unabhängiger vom unsicheren und teuren Stromanbieter werden können. Sie gewährleistet, dass Wasser immer zur Verfügung steht. Mit dem rund 80 Meter tiefen Bohrloch werden zurzeit rund 5.000 Liter Wasser gefördert. Davon profitieren neben den Missionaren und den einheimischen Mitarbeitern mit deren Familien auch die Sambier in der Umgebung des Projektgeländes in Mushili. „Ich schätze, dass jeden Tag rund 30 Menschen zum Wasser holen kommen.“

Deutscher Staat unterstützt Projekte, die allen Sambiern zugutekommen

Benjamin Wagner hatte erfahren, dass die Deutsche Botschaft Projekte von gemeinnützigen Organisationen mit Geldern unterstützt, die direkt den Menschen vor Ort zugutekommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir bedacht wurden und dass der deutsche Staat solche Projekte fördert, denn diese Wasserpumpe hilft uns und den Menschen vor Ort enorm.“

Die Liebenzeller Mission arbeitet seit 1985 in Sambia, unter anderem in Mushili, einer Stadtrandsiedlung von Ndola mitten im „Kupfergürtel“ Sambias. Dort leben rund 80.000 Menschen in sehr einfachen Verhältnissen. In Zusammenarbeit mit der Partnerkirche entstand dort 2003 das Projekt „Dawn Trust Community Care (DTCC)“. Ein Schwerpunkt ist die Ausbildung in alternativem Feldbau – „Farming God’s Way“. Die Kleinbauern lernen auf Musterfeldern, wie sie durch die Verwendung von Kompost und Mulchen den Ertrag ihrer Felder steigern und ihre Familie besser ernähren können. Auch einige Heilpflanzen werden hier angebaut. Gleichzeitig werden biblische Prinzipien gelehrt – zum Beispiel der Wert der Treue. Wer treu den Acker anbaut und pflegt, erzielt auch eine größere Ernte. So konnten die Bauern, die sich an dem landwirtschaftlichen Projekt beteiligen, ihre Erträge um bis zu 50 Prozent steigern.