ECUADOR. Alle zwei Wochen fahren die impactlerinnen Rebekka Eppelt und Carolin Weis, die einen Jahreseinsatz bei der Liebenzeller Missionarsfamilie Erndwein absolvieren, in das abgelegene Bergdorf Piava. Dort leben Quichua-Indianer in kleinen Betonhütten und unter einfachsten Bedingungen. Der Großteil der Menschen arbeitet in der Landwirtschaft – oft reicht ihr Verdienst gerade so zum Überleben. Viele Dorfbewohner wirken abgemüht und gedrückt. Inmitten dieser Trostlosigkeit konnte ein Kids Club gegründet werden. Rebekka und Carolin helfen dabei, den Quichua-Kindern das Evangelium weiterzugeben.

Rund 40 Kinder nehmen am Programm teil. Gestartet wird jedes Mal mit einem Spiel, bei dem alle begeistert mitmachen. Im Anschluss werden christliche Lieder gesungen, auf die eine Andacht folgt. “Gerade beim geistlichen Input habe ich oft das Gefühl, dass die Kinder unaufmerksam und lustlos sind”, berichtet Rebekka. Deutlich würden viele ihr Desinteresse nach außen hin zeigen und das Programmende herbeisehnen. Oft kommt es der 19-jährigen Pforzheimerin daher so vor, als seien die mühevoll vorbereiteten Kinderstunden völlig umsonst. Desto mehr überraschte sie jedoch der vergangene Dorfbesuch: “Einige Kinder konnten auf einmal die gehörten Bibelverse auswendig aufsagen.” Es freute Rebekka, dass die Kinder doch etwas aus den vorherigen Treffen mitnahmen und Gott zeigte ihr, dass es sich auch in einem scheinbar trostlosen Dorf wie Piava lohnt, seine rettende Botschaft zu verkünden. “Nun komme ich wieder mit mehr Freude und Motivation zu den Kindern, um ihnen etwas von Gott zu erzählen.”