ECUADOR. Noch einmal gemeinsam anpacken, hieß es kurz vor Ostern für viele Gemeindemitglieder in Palmira und die Liebenzeller Missionare Kevin und Kathy Bruce. Während einige Männer die letzten selbstgezimmerten Holzbänke in den neuerbauten Versammlungsraum trugen, bastelten die Frauen und Kinder bunte Papiersterne, die sie neben vielen Luftballons im Inneren aufhängten. Da Kathy, Kevin und die anderen Helfer nicht wussten, wie groß der Ansturm bei der Eröffnung am Ostersamstag sein würde, stellten sie draußen ein zusätzliches Zelt mit weiteren Bänken auf. So konnten sie sicherstellen, dass alle Besucher im Trockenen sitzen würden, denn es regnete bereits seit Tagen.

Und tatsächlich war der Ansturm am Samstag riesig: 200 Awa-Indianer kamen zur Eröffnung. Rund 150 von ihnen fanden im Inneren Platz, der Rest saß draußen unter dem Zelt. Nach einigen Grußworten und Liedern, die vom Lobpreisteam der Quichua-Kirche begleitet wurden, gab es ein gemeinsames Essen. Später blieben noch viele Awa, um sich gemeinsam den Jesus-Film anzusehen.

Zum Ostergottesdienst am nächsten Tag kamen rund 100 Awa. Es regnete weiterhin ununterbrochen, doch minderte das die Freude der Besucher nicht. „Wir sind so dankbar, dass Gott uns den schönen Gebetsraum bereitgestellt hat und wir beten, dass es wahrhaft ein Ort wird, an dem viele Awa Gott begegnen und erleben dürfen“, wünschen sich Kathy und Bruce.