KANADA. Immer mehr gewinnt Jana Kontermann das Vertrauen der Menschen, die in der wöchentlichen Suppenküche warmes Essen bekommen. Sie schenkt ihnen ein offenes Ohr und erfährt so ihre Geschichten. Einige erzählen ihr, dass ihre Rente nicht ausreicht und dass sie froh sind, ein warmes Essen zu bekommen. Eine ältere Dame erzählte ihr, dass sie ihre leibliche Mutter nie kennengelernt hat. Sie ist froh, dass jemand da ist, der ihr zuhört. Ein älterer Mann berichtet von seinen zwei Gefängnisaufenthalten, wie rau es dort zugeht und dass der stärkere gewinnt. Jana weiß, warum sie in diese Personen investiert: „Damit sie Gott begegnen und er sich ihnen zeigt – als ein Gott, der hilft, sie liebt und ihnen nahe ist.“ Einige von ihnen besuchen sonntags sogar einen Gottesdienst. Noch einige Wochen ist Jana Kontermann in Toronto, der multikulturellsten Stadt der Welt. Dieses Umfeld lernt Jana Kontermann kennen, um gut vorbereitet in Berlin in die interkulturelle Gemeindegründungsarbeit einzusteigen.