Rund 2000 Jugendliche kamen am vergangenen Wochenende zum Teenagermissionstreffen ins Monbachtal bei Bad Liebenzell (Nordschwarzwald). Sie trafen sich zum Beten, Feiern und gemeinsam Spaß haben. Sie erlebten Gottesdienste, Actionangebote oder Lobpreiskonzerte. Ein Sponsorenlauf über einen Hindernisparcours durch Wasser, Sand und Matsch war bereits zum neunten Mal der Abschluss der dreitägigen Veranstaltung. Der Erlös des Laufs von rund 18.000 Euro kommt der Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“ in Papua-Neuguinea zugute. Dort werden u.a. kirchlich-soziale Projekte für Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten unterstützt.

Lothar und Tabea Sommer leben seit Ende 2008 in Japan. Ihr Ziel ist es, junge Menschen in Tokio zu erreichen und ihnen von der Liebe Jesu zu erzählen. Zuletzt arbeiteten sie im Projekt „YouFo“ (Youth Focus) mit. Bis Anfang November ist Familie Sommer zum Reisedienst in Deutschland. In dieser Zeit berichten sie in Gemeinden über ihre Arbeit. Wir haben Lothar drei kurze Fragen gestellt:

Was motiviert euch, Missionare in Japan zu sein?
Als ich zwölf Jahre alt war, hat mich ein Missionsvortrag richtig gepackt. Von da an war mir klar, dass es für mich persönlich keinen sinnvolleren Beruf gibt als Missionar.
An Japan motivieren uns die vielen Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Manchmal sehen wir von einem Hochhaus in Tokio die vielen Menschen und Lichter. Und dann denken wir daran, wie schön es wäre, wenn viele Japaner den Gott kennenlernen, der sich persönlich für sie interessiert.

Gibt es eine Begegnung in Japan, die euch besonders bewegt hat?
Es gibt immer wieder Begegnungen, wo Menschen eine Tür in ihr Leben aufmachen. Viele Menschen in Japan sind an Begegnungen und Kontakten interessiert. Oft läuft das über das Internet. So habe ich einen Friseur kennengelernt, der jemanden sucht, der mit ihm Englisch redet und lernt. Im Gegenzug schneidet er einem kostenlos die Haare. Ich wünsche mir, dass aus solchen Kontakten Beziehungen werden, um Menschen zum Glauben an Jesus einzuladen.

Was genießt ihr in Deutschland am meisten?
Natürlich unsere Familien und Freunde. Und deutsche Brötchen und Brezeln.

… unseren Schuldigern. In ihrem Dorfalltag werden Gerhard und Brigitte Stamm immer wieder mit Enttäuschungen, Diebstahl, Betrug oder einfach nur Unzuverlässigkeit konfrontiert. So wurden kürzlich zum Beispiel aus ihrem Ententeich mehrere Enten gestohlen. Um die Bibelschule zu versorgen, brauchen die Missionare das Geld aus der Kleintierhaltung aber dringend. “Man muss immer wieder bereit sein, Menschen, die Fehler gemacht haben, zu vergeben”, schreiben die beiden zu diesem Vorfall. Um immer wieder geduldig vergeben zu können, hilft es ihnen, sich bewusst zu machen, wie oft Gott uns Menschen vergibt: “Wie oft muss er uns – für uns oft auch unbewusst – vergeben und wie unendlich viel mehr Geduld braucht er für uns.”

ECUADOR. Ned und Marisol Farnsworth arbeiten über die Liebenzeller Mission USA in Ecuador. Anfang des Jahres erlebten Ned und der älteste Sohn Joel ein Highlight, als sie den Stamm der Huaroani, genannt Aucas,  besuchen konnten. Vor 60 Jahren ereignete sich in diesem Stamm ein tragisches und zugleich fruchtbringendes Ereignis: Fünf Missionare aus den USA waren ihrem Ruf gefolgt, den Huaroani von Gottes Liebe zu erzählen. Die Aucas hatten noch nie zuvor Menschen aus dem Westen gesehen und töteten schließlich alle Missionare mit Speeren. Doch Gott hatte noch mehr mit den Huaroani vor und so gebrauchte er anschließend die Schwester des getöteten Piloten und die Witwe Elisabeth Elliot, die ihren Mann Jim Elliot durch die Aucas verloren hatte. Nach allem, was geschehen war, tat Gott das Wunder, dass sie vergeben konnten und unter den Huaroani lebten, dienten und schließlich erleben durften, wie sie zu Jesus fanden.
Ned und Joel Farnsworth waren kaum bei dem Stamm gelandet, als ein 84-jähriger Mann namens Dyuwi auf sie zugestürmt kam, und für sie betete. Es stellte sich heraus, dass er einer der letzten überlebenden Männer ist, der damals Teil der Ermordung der Missionare war. Nun stand vor ihnen ein Mann, dessen Leben eine 180-Grad-Wende erlebt hatte. Dyuwi bezeugte selbst, wie Jesus sein Leben, das zuvor von Gewalt und Hass beherrscht war, zu einem Leben voller Frieden und Liebe für Jesus Christus machte. Dyuwi dient mittlerweile als einer der Ältesten in der blühenden Gemeinde der Huaroani-Kirche.